Tibet / Himalaya
XIX. u. XX. Cho Oyu Expedition (8201 m)
Anspruchsvolle 8000er-Expedition

Detailauschreibung
Expeditionsablauf    Voraussetzungen    Bergführer und Leistungen    Termine und Preis    per Post

Cho Oyu oberhalb Lager I Der Cho Oyu, direkt auf der nepalisch-tibetischen Grenze gelegen, ist der meistbestiegene 8000er. Gründe dafür gibt es genug: zum Einen ist er sehr günstig gelegen - bis zum unteren Basislager kann mit Jeeps gefahren werden, zum Zweiten ist sein so genannter Normalweg neben dem des Shisha Pangma sicher der am wenigsten schwierige aller 8000er. Einfache 8000er, wie es fälschlicherweise oft ausgedrückt wird, gibt es keine, - so sind denn auch trotz der klaren, übersichtlichen Route auch hier einige technisch interessante Stellen zu meistern, die zusammen mit der Höhe sicher auch jedem gut trainierten und erfahrenen Höhenbergsteiger einiges abverlangen. Die Distanzen von Lager zu Lager sind erheblich; und das persönliche Gepäck muss nach dem vorgeschobenen Basislager trotz Sherpa-Unterstützung für das Gruppengepäck selbst transportiert werden. Ein großes Unternehmen also auf der Route der österreichischen Erstbegeher aus dem Jahre 1954. Seit 1995 konnten von achtzehn AMICAL alpin Expeditionen sechzehn den Gipfel des Cho Oyu erreichen. Auch 2007 werden wir deshalb wieder auf den Einsatz von bewährten Sherpas nicht verzichten, um den Teilnehmern zusammen mit unserer umfangreichen Expeditionserfahrung die größtmögliche Unterstützung zum Erreichen des Zieles zu geben. Geleitet werden unsere diesjährigen Expeditionen zum Cho Oyu von den expeditionserprobten Berg- und Skiführern Michi Wärthl (Vormonsun) und Jörn Heller (Nachmonsun).


 Vorgesehener Expeditionsablauf 

1.TagAbflug am Abend per Linienflug der QATAR AIRWAYS.
2.TagAnkunft in Kathmandu am Nachmittag, Unterbringung voraussichtlich im Hotel
Shangri La ****.
3.TagGanzer Tag in Kathmandu zur freien Verfügung.
4.TagFrüh geht es los Richtung tibetische Grenze. Über Dhulikhel und Lamosangu geht es per Bus in 6-stündiger Fahrt nach Kodari (1663 m) und steil hinauf nach Zhangmu (2350 m), dem tibetischen Grenzort.
5. bis 6.TagNur ein kurzes Stück mit dem Bus weiter bis Nyalam (3750 m), wo die nächsten zwei Nächte zur besseren Akklimatisation verbracht werden. Unterbringung in einfachem Hotel. Ab hier wird auch eine Wanderung bis in eine Höhe um 5000 m unternommen.
Hochebene bei Tingri mit Blick zu Cho Oyu und Nangpa La Cho Oyu vom Tichy Basecamp
7. bis 8.TagÜber den 5050 m hohen Lalung Leh Pass und der Zwischenstation Tingri (4340 m) wird am 8. Tag per Jeep das sogenannte Chinese-Basecamp (4900 m) am Ende des Gyabrag-Gletschers erreicht.
9.TagEin ganzer Ruhetag ist hier zunächst zur besseren Akklimatisation vorgesehen.
10. bis 11.TagBei entsprechender Schneelage wird in eineinhalb Tagen das eigentliche Basislager, das Tichy-Lager, auf einer Höhe von 5680 m mit der Hilfe von Yaks erreicht.
12. bis 38.TagDer Aufstieg folgt im wesentlichen der Route der österreichischen Erstbegeher: Zunächst über den Gyabrag-Gletscher, dann über einen recht unangenehmen Geröllhang, auch spaßhaft "Killerhang" genannt, zum Lager I auf ca. 6300 m. Der Weiterweg folgt einem Firngrat mit einigen Aufschwüngen zu einem anschließenden 80-m-Steilaufschwung. Es folgt ein flaches Plateau auf ca. 6600 m, in dessen Anschluss eine 30 - 40° steile Flanke ansetzt. Das 2. Hochlager entsteht auf einer kleinen Gletscherplattform auf 6950 m Höhe. Unter den Nordabstürzen wird aufsteigend eine große Firnflanke gequert, bis auf einem weiteren Plateau schon mit Aussicht auf den Schlussanstieg das letzte Lager und Ausgangspunkt für den Gipfel errichtet werden kann (7350 m). 850 Höhenmeter fehlen noch zum Gipfel: zunächst muss das "Gelbe Band" überklettert werden, ein Firnhang folgt noch, bevor es über kurze Felsstufen und leichtes kombiniertes Gelände endgültig zum Gipfel geht.

Cho Oyu vom Tychi-Basislager Cho Oyu Aufstiegsskizze

Zwischen den Aufstiegen in die Hochlager und auch vor dem eigentlichen Gipfelgang sind immer wieder Ruhetage im Basislager vorgesehen. Und selbst wenn der erste Gipfelversuch nicht sofort erfolgreich sein sollte, wird genügend Zeit sein, noch einen zweiten Versuch in Angriff zu nehmen.
Lager III mit Aufstieg zum gelben Band Aufstieg oberhalb des gelben Bandes mit Tiefblick zum Nangpa La in Wolken
39.TagFrüh am Morgen geht es los: Mit Yaks erst in einem Zug direkt bis ins Chinese-Basecamp zurück und am selben Nachmittag noch weiter in die Zivilisation bis Tingri.
40.TagMit Jeeps und Lkws weiter zurück über Nyalam nach Zhangmu an der tibetisch-nepalischen Grenze.
41.TagRückkehr nach Kathmandu.
42.TagZur freien Verfügung in Kathmandu bzw. zur Reserve.
43.TagAbreise, Rückflug und Ankunft.

 Vormonsun - Nachmonsun 
 Für welchen Termin soll ich mich entscheiden? 

Der wichtigste Unterschied zwischen Vormonsun (Frühjahr) und Nachmonsun (Herbst) am Cho Oyu sind die etwas angenehmeren Temperaturen im Vormonsun - im Nachmonsun ist es meist kälter. Wobei wir im Vormonsun im letzten Lager innerhalb der Zelte auch schon Temperaturen von unter - 30° C gemessen haben.

Da der Gipfelaufstieg von Lager III über die Nordwestflanke bzw. den Nordwestgrat erfolgt, erreicht die Sonne am Cho Oyu erst spät die Aufstiegsroute. Und damit sind die Minustemperaturen nicht zu unterschätzen. Die etwas angenehmeren Temperaturen im Vormonsun führen aber auch zu verstärkter Wolkenbildung am Nachmittag. Wodurch oftmals mit leichtem Schneefall in den frühen Abendstunden gerechnet werden muss.

Cho Oyu - Vormonsun Cho Oyu - Nachmonsun

Im Nachmonsun dagegen - vor allem im zweiten Teil der vorgesehenen Expeditionsdauer - kann man oft mit lang anhaltenden Phasen von glasklarem Wetter rechnen.

Im Laufe des Herbstes kommen die Jetstreams zum Teil auch in den 8000 m - Bereich herunter, was einen Gipfelaufstieg unmöglich machen kann. Dies ist üblicherweise aber erst ab Mitte Oktober der Fall, wenn Sie eigentlich schon wieder zu Hause sein sollten. In Ausnahmefällen kann der "Jet" einem auch schon vorher das Leben schwer machen.

Aber auch im Frühjahr, bedingt durch den enormen Luftmassenaustausch hin zum ortsfesten Hoch über Tibet oder durch extreme Lagen des "Jets" kann es zu vereinzelten Sturmtagen kommen - im Vormonsun 2002 verloren wir fast das komplette Lager II.

Im Anschluss an das "Gelbe Band" (oberhalb von 7500 m) führt der Aufstieg über zunächst ca. 30-35º steiles Gelände. Im Vormonsun ist hier normalerweise Schotter und grobes Geröll als Auflage auf dem Fels anzutreffen. Im Nachmonsun ist dieses Schottergelände mit einer geschlossenen Schneedecke überzogen, was den Aufstiegsrhythmus gleichmäßiger und angenehmer macht.

Früher war die Anzahl der Expeditionsgruppen im Basislager des Cho Oyu im Vormonsun höher als im Nachmonsun. Dies hat sich in den letzten Jahren eher in Richtung Nachmonsun verschoben.

Fazit: Beide Saisonen haben ihre Vor- und Nachteile. Einen sicheren Tipp, welches die bessere Jahreszeit ist, gibt es nicht. Machen Sie es von Ihrem Urlaub abhängig, dass Sie sich stressfrei 43 Tage frei machen können.




 Voraussetzungen 

Sie sollten ein erfahrener und umsichtiger Höhenbergsteiger sein mit einer gehörigen Portion Kondition und Einsatzbereitschaft, möglichst auch mit Höhenerfahrung. Für die Mithilfe bei der Erstellung der Hochlager stehen wohl zwei Hochträger zur Verfügung, trotzdem muss am Berg das persönliche Material selbst transportiert werden, und das heißt bisweilen auch ordentlich schleppen. Technische Schwierigkeiten im Sinne von steilen Kletter- und Eispassagen gibt es nur einige kurze. Der Anstieg bewegt sich über weite, mäßig steile Flanken und einen längeren Grat (6300 m - 6500 m), zum Teil auch von Spalten durchsetzt. Somit sollte jeder der Teilnehmer in den einschlägigen Spaltenbergungsverfahren geübt sein (evtl. bei einem Spaltenbergungskurs auffrischen). Der Gipfelanstieg bewegt sich über wenig schwieriges, kombiniertes Gelände (im Herbst eingeschneit) und wird in selbstverantwortlichen Seilschaften angegangen.

Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden, die Bereitschaft zur tatkräftigen Mithilfe bei Transport und Aufstellung der Lager sowie der Teamarbeit am Berg sind unabdingbar. Die Expedition erfolgt auf eigene Verantwortung der Teilnehmer, insofern lehnen wir jegliche Haftung für Unfälle oder sonstige Schäden ab. Eis- und Firnflanken bis 40° Steilheit müssen ohne Seilsicherung begangen werden können.

Gefahrenhinweis
Wir werden unsere gesamte Erfahrung aufwenden, die Expedition so sicher wie möglich durchzuführen. Trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass diese Unternehmung mit subjektiven und objektiven alpinen Gefahren verbunden ist.

Hinweis:
Auch in diesem Jahr führen wir unsere Cho Oyu Expedition mit einer Dauer von 43 Tagen durch. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass damit eine ausreichende Akklimatisation und auch die Möglichkeit zu einem zweiten Gipfelversuch gewährleistet sind. Sollte im Anschluss an eine frühzeitige Besteigung noch Zeit bleiben, kann auf eigene Kosten ein Zusatzprogramm nach Lhasa organisiert werden.



 Bergführer und Leistungen 

Bergführer
Vormonsun-Termin Michi Wärthl staatl. gepr. Berg- und Skiführer
Nachmonsun-Termin Jörn Heller staatl. gepr. Berg- und Skiführer


Leistungen



 Termine und Preis 

Termine

2724 Fr. 06/04 - Fr. 18/05/2007 (43 Tage)
2725 Fr. 24/08 - Fr. 05/10/2007 (43 Tage)

Preis

(9 - 12 Teilnehmer) 8.250,- €

EZ-Zuschlag 95,- €



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