Der Cho Oyu, direkt auf der nepalisch-tibetischen Grenze gelegen, ist der meistbestiegene 8000er. Gründe dafür gibt es genug: zum Einen ist er sehr günstig gelegen - bis zum unteren Basislager kann mit Jeeps gefahren werden, zum Zweiten ist sein so genannter Normalweg neben dem des Shisha Pangma sicher der am wenigsten schwierige aller 8000er. Einfache 8000er, wie es fälschlicherweise oft ausgedrückt wird, gibt es keine, - so sind denn auch trotz der klaren, übersichtlichen Route auch hier einige technisch interessante Stellen zu meistern, die zusammen mit der Höhe sicher auch jedem gut trainierten und erfahrenen Höhenbergsteiger einiges abverlangen. Die Distanzen von Lager zu Lager sind erheblich; und das persönliche Gepäck muss nach dem vorgeschobenen Basislager trotz Sherpa-Unterstützung für das Gruppengepäck selbst transportiert werden. Ein großes Unternehmen also auf der Route der österreichischen Erstbegeher aus dem Jahre 1954. Seit 1995 konnten von achtzehn AMICAL alpin Expeditionen sechzehn den Gipfel des Cho Oyu erreichen. Auch 2007 werden wir deshalb wieder auf den Einsatz von bewährten Sherpas nicht verzichten, um den Teilnehmern zusammen mit unserer umfangreichen Expeditionserfahrung die größtmögliche Unterstützung zum Erreichen des Zieles zu geben. Geleitet werden unsere diesjährigen Expeditionen zum Cho Oyu von den expeditionserprobten Berg- und Skiführern Michi Wärthl (Vormonsun) und Jörn Heller (Nachmonsun).
Vorgesehener Expeditionsablauf
Der wichtigste Unterschied zwischen Vormonsun (Frühjahr) und Nachmonsun (Herbst) am Cho Oyu sind die etwas angenehmeren Temperaturen im Vormonsun - im Nachmonsun ist es meist kälter. Wobei wir im Vormonsun im letzten Lager innerhalb der Zelte auch schon Temperaturen von unter - 30° C gemessen haben.
Da der Gipfelaufstieg von Lager III über die Nordwestflanke bzw. den Nordwestgrat erfolgt, erreicht die Sonne am Cho Oyu erst spät die Aufstiegsroute. Und damit sind die Minustemperaturen nicht zu unterschätzen. Die etwas angenehmeren Temperaturen im Vormonsun führen aber auch zu verstärkter Wolkenbildung am Nachmittag. Wodurch oftmals mit leichtem Schneefall in den frühen Abendstunden gerechnet werden muss.
Im Nachmonsun dagegen - vor allem im zweiten Teil der vorgesehenen Expeditionsdauer - kann man oft mit lang anhaltenden Phasen von glasklarem Wetter rechnen.
Im Laufe des Herbstes kommen die Jetstreams zum Teil auch in den 8000 m - Bereich herunter, was einen Gipfelaufstieg unmöglich machen kann. Dies ist üblicherweise aber erst ab Mitte Oktober der Fall, wenn Sie eigentlich schon wieder zu Hause sein sollten. In Ausnahmefällen kann der "Jet" einem auch schon vorher das Leben schwer machen.
Aber auch im Frühjahr, bedingt durch den enormen Luftmassenaustausch hin zum ortsfesten Hoch über Tibet oder durch extreme Lagen des "Jets" kann es zu vereinzelten Sturmtagen kommen - im Vormonsun 2002 verloren wir fast das komplette Lager II.
Im Anschluss an das "Gelbe Band" (oberhalb von 7500 m) führt der Aufstieg über zunächst ca. 30-35º steiles Gelände. Im Vormonsun ist hier normalerweise Schotter und grobes Geröll als Auflage auf dem Fels anzutreffen. Im Nachmonsun ist dieses Schottergelände mit einer geschlossenen Schneedecke überzogen, was den Aufstiegsrhythmus gleichmäßiger und angenehmer macht.
Früher war die Anzahl der Expeditionsgruppen im Basislager des Cho Oyu im Vormonsun höher als im Nachmonsun. Dies hat sich in den letzten Jahren eher in Richtung Nachmonsun verschoben.
Fazit: Beide Saisonen haben ihre Vor- und Nachteile. Einen sicheren Tipp, welches die bessere Jahreszeit ist, gibt es nicht. Machen Sie es von Ihrem Urlaub abhängig, dass Sie sich stressfrei 43 Tage frei machen können.
Sie sollten ein erfahrener und umsichtiger Höhenbergsteiger sein mit einer gehörigen Portion Kondition und Einsatzbereitschaft, möglichst auch mit Höhenerfahrung. Für die Mithilfe bei der Erstellung der Hochlager stehen wohl zwei Hochträger zur Verfügung, trotzdem muss am Berg das persönliche Material selbst transportiert werden, und das heißt bisweilen auch ordentlich schleppen. Technische Schwierigkeiten im Sinne von steilen Kletter- und Eispassagen gibt es nur einige kurze. Der Anstieg bewegt sich über weite, mäßig steile Flanken und einen längeren Grat (6300 m - 6500 m), zum Teil auch von Spalten durchsetzt. Somit sollte jeder der Teilnehmer in den einschlägigen Spaltenbergungsverfahren geübt sein (evtl. bei einem Spaltenbergungskurs auffrischen). Der Gipfelanstieg bewegt sich über wenig schwieriges, kombiniertes Gelände (im Herbst eingeschneit) und wird in selbstverantwortlichen Seilschaften angegangen.
Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden, die Bereitschaft zur tatkräftigen Mithilfe bei Transport und Aufstellung der Lager sowie der Teamarbeit am Berg sind unabdingbar. Die Expedition erfolgt auf eigene Verantwortung der Teilnehmer, insofern lehnen wir jegliche Haftung für Unfälle oder sonstige Schäden ab. Eis- und Firnflanken bis 40° Steilheit müssen ohne Seilsicherung begangen werden können.
Gefahrenhinweis
Wir werden unsere gesamte Erfahrung aufwenden, die Expedition so sicher wie möglich durchzuführen. Trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass diese Unternehmung mit subjektiven und objektiven alpinen Gefahren verbunden ist.
Hinweis:
Auch in diesem Jahr führen wir unsere Cho Oyu Expedition mit einer Dauer von 43 Tagen durch. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass damit eine ausreichende Akklimatisation und auch die Möglichkeit zu einem zweiten Gipfelversuch gewährleistet sind. Sollte im Anschluss an eine frühzeitige Besteigung noch Zeit bleiben, kann auf eigene Kosten ein Zusatzprogramm nach Lhasa organisiert werden.
Bergführer und Leistungen
Bergführer
Vormonsun-Termin Michi Wärthl staatl. gepr. Berg- und Skiführer
Nachmonsun-Termin Jörn Heller staatl. gepr. Berg- und Skiführer
Leistungen
Termine und Preis
Termine
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2724 Fr. 06/04 - Fr. 18/05/2007 (43 Tage)
2725 Fr. 24/08 - Fr. 05/10/2007 (43 Tage)
Preis
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(9 - 12 Teilnehmer) 8.250,- €
EZ-Zuschlag 95,- €