Pakistan / Karakorum
III. Broad Peak Expedition (8047 m)
Schwere 8000er Expedition

Detailauschreibung
Expeditionsablauf    Voraussetzungen    Bergführer und Leistungen    Termine und Preis    per Post

Die Erstbesteigung des Broad Peak gelang 1957 - also vor genau 50 Jahren - einer kleinen, leicht ausgerüsteten Expedition um den legendären Hermann Buhl und Kurt Diemberger. Erst nach einem zweiten Aufstieg zum 20 m niedrigeren Vorgipfel wurde der Hauptgipfel - eine Stunde entfernt - erstmals erreicht. Der Berg und die ganze Anmarschroute liegen im nordöstlichsten Zipfel Pakistans, an der Grenze zu China in unmittelbarer Nähe zum alles überragenden K2. Auf der Anfahrt durch das Tal des Indus folgen Sie zuerst dem Karakorum-Highway und zweigen nach einer Zwischenübernachtung ab nach Skardu. Über den Baltorogletscher und vorbei an den berühmten Trango-Türmen erreichen Sie den Concordiaplatz und das Basislager.

Der Broad Peak gehört zur Gruppe der technisch anspruchsvolleren, niedrigen Achttausendern, der Gruppe mit Dhaulagiri, Manaslu, GI und eben Broad Peak. Die objektiv sichere Route folgt dem Aufstieg der Erstbesteiger über die Westflanke und den Westgrat. 10 Teilnehmer einer AMICAL alpin Expedition im Jahr 1999 erreichten entweder Vor- oder Hauptgipfel. Leiter unserer Expedition wird Andreas Bucher sein, sehr erfahrener Expeditionsleiter bei AMICAL alpin. Zwei Hunza-Hochträger unterstützen den Lastentransport am Berg.


 Vorgesehener Expeditionsablauf 

1.TagAbflug am Mittag per Linienflug der QATAR AIRWAYS.
2.TagAnkunft in Islamabad, Transfer ins Hotel in Rawalpindi. Rest des Tages zur freien Verfügung.
3.TagFür den Bergführer Expeditionsbriefing im Tourismusministerium. Ihnen bleibt Zeit zum Ankommen und um Rawalpindi und Islambad auf eigene Faust kennen zu lernen.
4.TagPer Bus über den Karakorum-Highway nach Chilas. Ab Besham, einem kleinen Marktflecken, wo auch zu Mittag gegessen wird, beginnt der eindrucksvollste Teil der Fahrt durch die schwindelerregende Schlucht des Indus.
5.TagNoch mal acht Stunden abwechslungsreiche Fahrt am Nanga Parbat vorbei bis Skardu (2280 m).
6.TagPer Jeep in einer halben Stunde zum Satpara-See mit seinem glasklaren Wasser, von wo aus wir eine kurze Akklimatisationswanderung mit Aussicht auf die ersten Berge des Karakorums unternehmen. Der Expeditionsleiter bleibt zurück in Skardu und kümmert sich um letzte Formalitäten.
7.TagWieder mit Jeeps wird zunächst durch das liebliche Shigar-Valley über Dasu die Braldu-Schlucht erreicht. Je nach Verhältnissen der Straße kann bis Askole, dem letzten Dorf in der Zivilisation, gefahren werden. Sollte der Braldu schon Hochwasser führen, ist evtl. Endstation bei Thongal (2885 m).
8. bis 13.TagDas 6-tägige Anmarsch-Trekking beginnt. Über Jola (3025 m) führt der Weg zunächst am Braldu entlang bis Paiju (3370 m), einer grünen Insel, schon mit Blick auf die Trango-Türme. Nach einem Ruhetag für die Träger wird der 60 Kilometer lange Baltoro-Gletscher betreten. Die weiteren Stationen heißen Urdukas (4050 m) und Goro II (4150 m). Der letzte Anmarschtag führt über den Concordiaplatz (4650 m) mit der gigantischen Gestalt des K2 (8611 m), daneben der Broad Peak (8047 m). Zwei Stunden sind es vom Concordiaplatz noch bis zum Basislager (4900 m) auf der Seitenmoräne des Godwin-Austen-Gletschers.
14.+ 15.TagZwei Ruhetage sind hier zunächst zum Ausbau des Basislagers und zur besseren Akklimatisation vorgesehen.
Broad Peak - Im Lager I Broad Peak - in der Einstiegsrinne zwischen BC und Lager I
16.bis 43.Tag28 Tage hat man nun zur eigentlichen Besteigung des Broad Peaks zur Verfügung. Zunächst aber steht das Einrichten der Route und der Höhenlager im Vordergrund: In den ersten Tagen muss der Weg nach Lager I (6050 m) versichert werden, ab dem flachen Gletscherzustieg immer durchschnittlich 40 - 45€ steil mit kurzen felsigen Passagen am Westgrat. Ein Firngrat, immer mit kleinen Felstürmen gewürzt, führt zu einer spalten durchzogenen, 200 m-Flanke an deren oberen Ende das zweite Hochlager in 6900 m Höhe eingerichtet wird. Auch hier werden alle absturzgefährlichen Passagen mit Fixseilen versichert. Nach einer Rechtsquerung, einem kurzen Steilstück und einem Felsband legt sich das Gelände etwas zurück. Über einen breiten Gletscherrücken wird zu Lager III (7300 m) weitere 400 Höhenmeter aufgestiegen. Der Gipfel steht bevor: zunächst über weite Hänge in eine große Gletschermulde, dann durch eine steiler werdende, breite Rinne (ca. 40€) in die Scharte (7850 m) zwischen Mittel- und Vorgipfel. Über den teilweise ausgesetzten Grat und einen kurzen Kamin (mit Fixseil, III) zum Vorgipfel und zum Schluss mit nur wenig Höhengewinn in einer weiteren Stunde zum höchsten Punkt. Nur noch der K2 und Gasherbrum I nebenan sind höher, das ganze Karakorum liegt unter Ihnen.

Auch für einen zweiten Gipfelversuch, falls der erste nicht erfolgreich war oder das Wetter nicht mitspielte, sollte im Verlauf der vier Wochen Basislageraufenthalt Zeit bleiben.

Nach Erreichen des Gipfels wird die Lagerkette abgebaut, der entstandene Müll ins Basislager zurücktransportiert und der Rückmarsch kann beginnen.
Im Aufstieg kurz vor Lager III Broad Peak - Kurz vor Lager III
Broad Peak - Schlussaufstieg zum Hauptgipfel Broad Peak - vor Beginn des Gipfelgrats
44.bis 47.TagEin letzter Höhepunkt steht bevor: über den Vigne Gletscher und das Ali-Camp wird der Gondokoro La Pass (5650 m) erreicht. Der steile Abstieg nach Husbang und eineinhalb letzte Tagesetappen bringen Sie nach Hushe in die Zivilisation. Sechs Stunden dauert die Fahrt durch das grüne Hushe-Valley zurück nach Skardu.
48. + 49.TagRückfahrt über den Karakorum Highway nach Rawalpindi. Sollte das Wetter sowohl in Skardu als auch in Islamabad perfekt sein, kann mit viel Glück auch geflogen werden.
50.TagTag zum Debriefing im Tourismus-Ministerium und zur freien Verfügung in Rawalpindi, aber auch zur Reserve, falls mit den Flügen oder der Fahrt über den Karakorum Highway nicht alles so geklappt hat wie geplant.
51.TagAbreise, Rückflug und Ankunft.


 Voraussetzungen 

Sie sollten ein erfahrener und umsichtiger Höhenbergsteiger sein mit einer gehörigen Portion Kondition und Einsatzbereitschaft, möglichst mit viel Höhenerfahrung. Größere technische Schwierigkeiten im Sinne von sehr steilen Kletter- und Eispassagen gibt es nur einige kurze, der gesamt Anstieg bewegt sich aber ständig in zumeist 35 - 40€ steilem Firn- und Eisgelände. Fast der gesamte Aufstieg bis oberhalb von Lager II wird mit Fixseilen versichert, vor allem um einen sicheren Abstieg zu gewährleisten. In Firn und Eis bis 40€ Steilheit wird sicheres, seilfreies Steigeisengehen erwartet. Der letzte Anstieg zum Vorgipfel bewegt sich über einen teils ausgesetzten Grat. Dieses Teilstück kann erst während des Gipfelaufstiegs versichert werden.

Was vor allem erwartet wird, ist die Begeisterung am gemeinsamen Unterwegs sein, d.h. aber auch eine große Bereitschaft, sich an den gemeinsamen Arbeiten am Berg - Material transportieren, Lager aufstellen, usw. - zu beteiligen. Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden. Die Expedition erfolgt auf eigene Verantwortung der Teilnehmer, insofern lehnen wir jegliche Haftung für Unfälle oder sonstige Schäden ab.

Gefahrenhinweis
Wir werden unsere gesamte Erfahrung aufwenden, die Expedition so sicher wie möglich durchzuführen. Trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass diese Unternehmung mit subjektiven und objektiven alpinen Gefahren verbunden ist.



 Bergführer und Leistungen 

Bergführer
Andreas Bucher staatl. gepr. Berg- und Skiführer


Leistungen

Sollte nach der Besteigung des Broad Peak noch genügend Zeit bleiben, kann auch fakultativ und auf eigene Kosten ein kurzes Besichtigungsprogramm in Hunza organisiert werden.


 Termine und Preis 

Termine

2728 Mi. 23/05 - Do. 12/07/2007 (51 Tage)

Preis

(9 - 12 Teilnehmer) 7.550,- €

EZ-Zuschlag 210,-€



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