Pakistan / Karakorum
VIII. Gasherbrum II Expedition (8035 m)
Anspruchsvolle 8000er-Expedition

Detailauschreibung
Expeditionsablauf    Voraussetzungen    Bergführer und Leistungen    Termine und Preis    per Post

Gasherbrum II - mit Lager I © Gerlinde Kaltenbrunner "Die leuchtenden Berge" heißen sechs dicht beieinander liegende Karakorum Gipfel. Die Besteigung des Gasherbrum II im klassischen Expeditionsstil mit der Unterstützung von Hunza-Hochträgern ist unser Ziel.

Obwohl nicht allzu anspruchsvoll bleibt er trotzdem ein 8000er mit allen zugehörigen Begleitumständen wie klirrender Kälte, einer logistisch aufwendigen Lagerkette mit vier Hochlagern und großer Höhe des Ausgangslagers für den Gipfel. Zudem muss für den GII auch ein längerer Anmarsch durch die fantastische Hochgebirgswelt des Baltoro-Gletschers bewältigt und zwischen Basislager und Lager I ein Eisbruch durchstiegen werden, in dem die Wegfindung bisweilen auch etwas "tricky" sein kann. Die objektiv verhältnismäßig sichere Route folgt ab dem Lager I dem SW-Sporn bis in 7400 m Höhe und quert dann unter der Gipfelpyramide zum firnigen SO-Grat. Teile des Aufstiegs liegen auf längere Strecken bei über 40° Steilheit. Der Berg wurde im Jahre 1956 von einer dreiköpfigen österreichischen Gruppe erstbestiegen. Auf dieser Route waren bisher auch fünf AMICAL alpin Expeditionen erfolgreich.


 Vorgesehener Expeditionsablauf 

1.TagAbflug am Mittag per Linienflug der QATAR AIRWAYS.
2.TagAnkunft am frühen Morgen in Islamabad, Unterbringung in einem guten Hotel in Rawalpindi. Expeditionsbriefing im Tourismusministerium.
3.TagEin ganzer Tag bleibt Ihnen Zeit zum Ankommen und um Rawalpindi und Islambad auf eigene Faust kennen zu lernen.
4.TagPer Bus über den Karakorum Highway nach Chilas. Ab Besham, einem kleinen Marktflecken, beginnt der eindrucksvollste Teil der Fahrt durch die schwindelerregende Schlucht des Indus.
5.TagNoch mal acht Stunden abwechslungsreiche Fahrt am Nanga Parbat vorbei bis Skardu (2280 m), wo für zwei Nächte Station gemacht wird.
6.TagPer Jeep in einer halben Stunde zum Satpara See mit seinem glasklaren Wasser, von wo aus eine halbtägige Akklimatisationswanderung mit Aussicht auf die ersten Berge des Karakorums unternommen werden kann. Der Expeditionsleiter bleibt zurück in Skardu und kümmert sich um letzte Formalitäten.
7.TagWieder mit Jeeps wird zunächt durch das liebliche Shigar Valley über Dasu die Braldu Schlucht erreicht. Je nach Verhältnissen der Straße kann bis Askole, dem letzten Dorf in der Zivilisation, gefahren werden. Sollte der Braldu schon Hochwasser führen, ist evtl. Endstation bei Thongal (2885 m).
Pakistanische Träger in Paiju (3.370 m) bei der Zubereitung von Tschapatis.
8. bis 15.TagÜber Jola (3025 m) führt der Weg zunächst am Braldu entlang bis Paiju (3370 m), einer grünen Insel, schon mit Blick auf die Trango Türme. Nach einem Ruhetag für die Träger wird der 60 Kilometer lange Baltoro-Gletscher betreten. Die weiteren Stationen heißen, Urdukas (4050 m), Goro II (4150 m), Concordiaplatz (4650 m) mit der gigantisch, alles überragende Gestalt des K2 (8611 m), und Chogri (4800 m), unmittelbar vor der Chogolisa (7665 m), bis am achten Tag das Basislager auf der Mittelmoräne des Abruzzen-Gletschers erreicht wird.
Zwischen Basislager und Lager I am Gasherbrum II (rechts im Bild)
16. + 17.TagZwei Ruhetage sind hier zunächst zum Ausbau des Basislagers und zur besseren Akklimatisation vorgesehen.
Lager I mit GII und GIII
18. bis 43.Tag26 Tage hat man nun zur eigentlichen Besteigung des Gasherbrum II zur Verfügung. Zunächst aber steht das Einrichten der Route und der Höhenlager im Vordergrund: In den ersten Tagen muss der Weg durch das Spaltengewirr des oberen Abruzzi-Gletschers gefunden werden. Lager I steht an dessen Ende auf 5950 m. Es geht weiter auf dem ca. 40° steilen SW-Sporn über (Zwischen-)Lager II auf 6600 m und Lager III auf 6950 m nach Lager IV auf 7350 m. Zwei Hochträger helfen dem Expeditionsleiter beim Versichern der Route und übernehmen auch den Transport der Gruppenausrüstung. Trotzdem wird hierbei auch die tatkräftige Unterstützung der Teilnehmer erwartet. Ab dem letzten Lager wird am Fuß der Gipfelpyramide entlang gequert und über den SO-Grat auf der chinesischen Seite schließlich hoffentlich der Gipfel erreicht.

Im dritten Hochlager am Gasherbrum II (8.035 m).

Auch für einen zweiten Gipfelversuch, falls der erste nicht erfolgreich war oder das Wetter nicht mitspielte, sollte im Verlauf der vier Wochen Basislageraufenthalt Zeit bleiben.

Nach Erreichen des Gipfels wird die Lagerkette abgebaut und der Rückmarsch - auch der Müll kommt mit - kann beginnen.
Gasherbrum II © Gerlinde Kaltenbrunner Der Gasherbrum II mit seinem Eisbruch und dem Bereich oberhalb von Lager I.
44. bis 47.TagVier Tage dauert die Rückkehr nach Skardu über den inzwischen dauerhaft mit Fixseilen abgesicherten Gondokoro La. Beim Abstieg durch das Hushe Valley haben Sie die Möglichkeit noch den weiteren Teil der großen Masherbrum Runde kennen zu lernen. Ab Hushe geht's dann wieder per Jeeps zurück nach Skardu.
48. + 49.TagRückfahrt über den Karakorum Highway nach Rawalpindi. Sollte das Wetter sowohl in Skardu als auch in Islamabad perfekt sein, kann mit viel Glück auch geflogen werden.
50.TagTag zum Debriefing im Tourismus-Ministerium und zur freien Verfügung in Rawalpindi, aber auch zur Reserve, falls mit der Rückkehr nicht alles so geklappt hat wie geplant.
51.TagAbreise, Rückflug und Ankunft.


 Voraussetzungen 

Sie sollten ein erfahrener und umsichtiger Höhenbergsteiger sein mit einer gehörigen Portion Kondition und Einsatzbereitschaft, möglichst mit Höhenerfahrung. Technische Schwierigkeiten im Sinne von steilen Eispassagen gibt es nur einige kurze - vor allem zu Beginn im Eisbruch mit kurzen, zum Teil bis 70° steilen Drei- bis Fünfmeter-Aufschwüngen. Die Strecke zwischen Lager I und IV wird an den steileren Passagen ab 40° Steilheit mit Fixseilen versichert, vor allem um einen sicheren Abstieg zu gewährleisten. Felsberührung haben Sie am GII nur wenige Meter. Jeder der Teilnehmer sollte in den einschlägigen Spaltenbergungsverfahren unbedingt geübt und fit sein (evtl. bei einem Spaltenbergungskurs auffrischen).

Was auch erwartet wird, ist die Begeisterung am gemeinsamen Unterwegssein, d.h. aber auch eine große Bereitschaft, sich an den gemeinsamen Arbeiten am Berg - Material transportieren, Lager aufstellen, usw. - zu beteiligen. Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden. Die Expedition erfolgt auf eigene Verantwortung der Teilnehmer, insofern lehnen wir jegliche Haftung für Unfälle oder sonstige Schäden ab. Eis- und Firnflanken bis 40° Steilheit müssen ohne Seilsicherung begangen werden können.

Gefahrenhinweis
Wir werden unsere gesamte Erfahrung aufwenden, die Expedition so sicher wie möglich durchzuführen. Trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass diese Unternehmung mit subjektiven und objektiven alpinen Gefahren verbunden ist.



 Bergführer und Leistungen 

Bergführer
Dirk Gröger staatl. gepr. Berg- und Skiführer


Leistungen

Sollte nach der Besteigung des Gasherbrum noch genügend Zeit bleiben, kann auch fakultativ und auf eigene Kosten ein kurzes Besichtigungsprogramm in Hunza organisiert werden.


 Termine und Preis 

Termine

2729 So. 10/06 - Mo. 30/07/2007 (51 Tage)

Preis

(9 - 12 Teilnehmer) 7.630,- €

EZ-Zuschlag 210,- €



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