Peru / Cordillera Blanca
VII. Alpamayo (5947 m) / Quitaraju (6040 m) / Huascarán Norte (6654 m) Expedition
Schwere 6000er Expedition

Detailauschreibung
Expeditionsablauf    Voraussetzungen    Bergführer und Leistungen    Termine und Preis    per Post

Alpamayo vom Hochlager © Martin Göggelmann Die Cordillera Blanca in Peru kann mit Recht als das Bergsteiger-Mekka Südamerikas bezeichnet werden. 5- und 6000er zuhauf, alle samt sehr steil und charakteristisch in ihrer Gestalt. Zwei solche Charakterköpfe sind der Huascarán mit seinem Doppelgipfel, der höchste Berg Perus und der Alpamayo, etwas niedriger, dafür sicher einer der schönsten Berge der Welt überhaupt. Beide Anstiege sind als schwere Hochtouren zu bezeichnen, da sie doch den routinierten Eisgeher voll und ganz fordern. Wer nach der Besteigung des Alpamayo noch Lust hat, kann am nächsten Tag vom selben Hochlager auch noch die Nordflanke des Quitaraju angehen.

Unser Cordillera Blanca Expeditionsprogramm richtet sich an konditionell starke Bergsteiger, die im Rahmen einer Peru-Reise vor allem Wert auf ein konzentriertes Bergprogramm legen. Eine Besteigung des etwas höheren Huscarán Sur (6768 m) war in den letzten Jahren wegen großen Eisausbrüchen nicht mehr möglich. Wir werden deshalb auf den Huascarán Norte ausweichen.


 Vorgesehener Expeditionsablauf 

1.TagAbflug am Morgen per Linienflug der IBERIA ab München über Madrid. Nach der Ankunft in Lima am Abend per Bus ins Hotel nach Miraflores.
2.TagDie Panamericana entlang zunächst bis Barrancas, einem kleinen Fischerort, wo voraussichtlich auch zu Mittag gegessen wird. Es geht über den 4200 m hohen Conococha-Pass und noch weitere 90 km nach Huaraz (3060 m, ca. 8-9 Std. Fahrt).
3.TagEin Tag zum Ankommen und Akklimatisieren: Den bis zu 12 m hohen Puya Raimondi - sie blühen nur einmal am Ende ihres 100-jährigen Lebens - statten wir per Bus einen Besuch im Pachacota Tal ab. Der Rest des Tages steht in Huaraz zur freien Verfügung.
4.TagDas weite Santa Tal hinunter an der erdbebengebeutelten Gemeinde Yungay vorbei nach Caraz und steil hinauf nach Santa Cruz und Cashapampa am Beginn des Santa Cruz Tales. Nach vierstündigem Trek steht das erste Zeltcamp bei Llamacorral auf 3650 m.
5.TagUnterstützt von Mulis bewegt sich der Trek durch die reizvolle Quebrada Santa Cruz an der Laguna Jatuncocha vorbei bis ins Basislager (4200 m) des Alpamayo am Beginn der Quebrada Arhuaycocha. Es heißt das Lager einrichten, die Zelte beziehen und die Ausrüstung sortieren.
6. bis 10.TagNun stehen fünf volle Tage zur Besteigung des Alpamayo zur Verfügung. Erst wird das Hochlager auf ca. 5400 m eingerichtet, dann folgt der spaltenreiche Zustieg zur Südwestwand des Alpamayo. Die Schlüsselstelle der Besteigung und der Schlussabschnitt stellt die ca. 300 m hohe, etwa 50-55° steile Riffeleiswand zum Gipfelgrat dar. Fixseile durch die gesamte Wand entlang der klassischen Ferrari-Route werden den Aufstieg erleichtern, trotzdem bleibt der Gipfel sicher den wirklich eistechnisch erfahrenen Teilnehmern vorbehalten (1 Eisbeil und 1 Steigklemme (Jümar) unbedingt erforderlich). Sollten die Verhältnisse in der Ferrari-Route wegen einer Wechte am Gipfelgrat zu gefährlich sein, kann es sein, dass auf die etwas steilere Franzosen-Route ausgewichen wird.
Alpamayo vom Hochlager © Hajo Netzer Am Einstieg zur Ferrari Rinne am Alpamayo © Gerlinde Kaltenbrunner Ferrari Rinne © Martin Göggelmann
11.TagDer Quitaraju (6040 m) bietet einen zwar steilen, aber weniger anspruchsvollen Aufstieg zum Gipfel als der Alpamayo. Wer Interesse hat, kann an diesem Reservetag noch die Besteigung dieses 6000ers "mitnehmen".
Aufstieg am Quitaraju Aufstieg in der Süd-West Wand des Alpamayo © Andreas Sippel
12.TagDurch das Santa Cruz Tal wird wieder bis Cashapampa hinaus getrekt und per Bus geht es wieder zurück nach Huaraz.
13.TagVor dem zweiten großen Ziel, dem Huascarán Norte, soll nochmals ein ganzer Tag Erholung in Huaraz stehen.
Huascaran im Abendlicht
14.TagSechs volle Tage sind zur Besteigung des Huascarán Norte (6654 m) vorgesehen. Ein Bus bringt Sie wieder ins Santa-Tal bis Mancos, wo ein kleines Sträßchen nach Musho abzweigt. Wieder mit der Hilfe von Eseln wird das Basislager (4250 m) des Huascarán angesteuert (4-5 Std.).
15. + 16.TagGletscherschliffplatten und Moränengelände führen zum Gletscher, an dessen Anfang Lager I auf ca. 5200 m steht. Zum Lager II führt ein recht wilder Gletscheraufstieg, der zum Teil von großen Spalten durchzogen ist. Unterhalb der so genannten Garganta, die den Süd- vom Nordgipfel trennt, steht Lager II auf schon fast 6000 m Höhe (5-6 Std.). Die letzten 650 Höhenmeter.
Sonnenuntergang im Garganta-Lager am Huascaran © Gerhard Pilz Huascaran-Norte - AMICAL alpin Team am Gipfel © Alois Bogenschütz www.bogen-schuetz.de
17. + 18.TagDer Gipfelaufstieg am vierten Tag führt relativ gleichmäßig durch zum Teil auch anspruchsvolles Gletscher- und Spaltengelände. Der zweithöchste Punkt Perus wird nach ca. 6-8 Stunden Aufstieg erreicht. Im Abstieg wird in Lager II nochmals übernachtet, danach in einem Zug ins Basislager abgestiegen.
19.TagEin Tag steht als Reserve zur Verfügung falls mit dem großen Ziel nicht alles so geklappt hat wie vorgesehen.
20.TagAbstieg ins Tal nach Musho und zurück nach Huaraz ins Hotel.
21.TagEin letzter Tag steht zur freien Verfügung - Fotos am Indiomarkt oder Mitbringsel für die Zuhause-Gebliebenen. Abends Abschiedsessen mit großer Gipfelfeier.
22.TagPer Bus wieder in ca. 8 Std. zurück nach Lima. Abflug am Abend.
23.TagAnkunft in Deutschland am späten Nachmittag.


 Voraussetzungen 

Für die steilen Eispassagen - insbesondere an Alpamayo und Quitaraju - ist eine perfekte Eistechnik, auch auf den Frontalzacken der Steigeisen, unbedingt erforderlich. Eine ausgezeichnete Kondition ist ebenfalls gefragt, die Gipfeletappen - vor allem am Huascarán Norte - können sich doch bis zu 7 Std. hinziehen. Durch den recht schnellen Aufstieg in die Höhe ist eine Vorakklimatisation fast unerlässlich. Der Aufstieg erfolgt in selbstverantwortlichen Seilschaften unter Anleitung des Bergführers.

Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden. Die Expedition erfolgt auf eigene Verantwortung der Teilnehmer, insofern lehnen wir jegliche Haftung für Unfälle oder sonstige Schäden ab.

Gefahrenhinweis
Wir werden unsere gesamte Erfahrung aufwenden, die Expedition so sicher wie möglich durchzuführen. Trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass diese Unternehmung mit subjektiven und objektiven alpinen Gefahren verbunden ist.



 Bergführer und Leistungen 

Bergführer
Herbert Wolf staatl. gepr. Berg- und Skiführer


Leistungen



 Termine und Preis 

Termine

2736 Sa. 21/07 - So. 12/08/2007 (23 Tage)

Preis

(11 - 12 Teilnehmer) 3.480,- €
(  9 - 10 Teilnehmer) 3.590,- €

EZ-Zuschlag 250,- €



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