Chile - Argentinien / Anden
IX. Aconcagua Expedition (6959 m)
Anstrengende 7000er-Expedition

Detailauschreibung
Expeditionsablauf    Voraussetzungen    Bergführer und Leistungen    Termine und Preis    per Post

Die letzten Sonnenstrahlen im Lager II - Nido de Condores (5350 m) Der Aconcagua, höchster Berg des amerikanischen Kontinents und einer der "Seven Summits", bietet einen idealen Einstieg ins Höhenbergsteigen. Nicht zuletzt die landschaftliche Schönheit, die das Massiv des Aconcagua umgibt, vor allem auch die Überschaubarkeit des Anstieges in große Höhe dürften die Hauptgründe für jährlich zunehmende Gipfelbesteigungen sein.

Mit der Erfahrung aus zahlreichen Aconcagua Expeditionen haben wir seit langem eine optimale, sehr zielgerichtete Akklimatisations- und Besteigungsstrategie entwickelt. Selbst mit Schlechtwettertagen und knapp werdender Zeit konnten wir in der Vergangenheit zumeist schöne Erfolge feiern. Unseren eigentlichen Gipfelaufstieg starten wir inzwischen vom 5980 m hoch gelegenen Lager "Cholera". Ein wunderbarer, topfebener Platz, etwas höher gelegen als der üblicherweise genutzte Platz bei "Berlin". 1000 Höhenmeter sind es ab hier bis vom Gipfel einer freien Rundumsicht auf die zahllosen 5- und 6000er entlang der chilenisch-argentinischen Andenkette nichts mehr im Wege steht.


 Vorgesehener Expeditionsablauf 

1.TagAbends Abflug mit Linienflug der LAN Airlines ab Frankfurt über Madrid. Kostenlose Anschlussflüge mit IBERIA nach Madrid ab verschiedenen dt. Flughäfen.
2.TagAnkunft in Santiago de Chile am Vormittag. Direkt nach der Ankunft Weiterflug nach Mendoza, der argentinischen Weinmetropole. Vorsprache in der Nationalparkbehörde (muss laut Vorschrift persönlich erfolgen) zur Abholung der vorbereiteten Genehmigung. Weiter per Bus in dreieinhalbstündiger Fahrt nach Puente del Inca (2720 m) bzw. Penitentes, einem kleinen Ort an der Straße zur Chilenischen Grenze. Seinen Namen hat der Ort nach der gleichnamigen Naturbrücke über den Rio de las Cuevas. Im gemütlichen Hotel beziehen Sie für die nächsten zwei Nächte die Zimmer.
3.TagEin namenloser Gipfel (3570 m) in unmittelbarer Nähe von Penitentes bietet die ideale Voraussetzung, um sich an die dünner werdende Luft zu adaptieren. Ein kleiner Sessellift unterstützt die ersten Höhenmeter. Zudem haben Sie eine herrliche Aussicht auf den Anmarsch zum Basislager und auf das gewaltige Massiv des Aconcagua. Nach 2 Stunden gemütlichen Steigens ist der Gipfel leicht zu erreichen.
Ausblick vom Cerro-Banderita zur Aconcagua-Südwand
4. bis 6.TagDurch das Horconestal geht es landschaftlich sehr eindrucksvoll die beiden nächsten Tage - gemütlich mit leichtem Gepäck - Richtung Basislager. Das große Gepäck wird von Maultieren transportiert. Erstes Etappenziel ist Confluenza (3400 m), ein hübscher Lagerplatz nach etwa einem Drittel der Gesamtstrecke. Von hier aus kann auch - wer mag - ein Akklimatisationsausflug ins vier Stunden entfernte Basislager unter der 3000 m hohen Aconcagua Südwand unternommen werden. Der zweite Teil des Anmarsches beginnt früh am Morgen, da eventuell einige kleine Wasserläufe gequert werden müssen, die vom Schmelzwasser des Horcones-Gletschers gespeist werden. Bei bis zu 30°C Hitze sind die kurzen Kneippkuren jedoch eine willkommene Abkühlung. Der letzte Teil des Weges führt auf einem guten Pfad durch eine wilde Mondlandschaft, bis es kurz vor dem Basislager nochmals einige Meter steil nach oben geht. Plaza de Mulas, das Basislagers, ist erreicht (4370 m).
Im Anmarsch zum Basislager am Aconcagua kurz nach Confluenza Plaza Canada 5050 m - Zwischenlager auf dem Weg nach Nido de Condores
7. bis 18.TagZwölf ganze Tage stehen nun zur Verfügung, um sich weiter zu akklimatisieren, Lager I ("Canada") auf etwa 5050 m, Lager II ("Nido de Condores") auf 5560 m und Lager III ("Cholera") auf etwa 5980 m zu erreichen. Sinnvolle Ruhetage im Basislager bieten Entspannung, um dann gut vorbereitet zum Gipfel aufzubrechen. Am Tag des Gipfelaufstiegs sollten Sie mit 6 - 9 Stunden Anstieg rechnen, zumeist auf einer guten Wegspur, später durch die Canoleta, eine breite, etwa 200 m hohe Geröllrinne, etwas mühsam hinauf zum Verbindungsgrat zwischen Nord- und Südgipfel. In wenigen Minuten ist nach einem atemberaubenden Blick in die 3000 m hohe Südwand des Aconcagua der höhere Nordgipfel erreicht. Mit etwas Wetterglück und einigem Durchhaltevermögen sollte es möglich sein, die gewaltige Rundschau in fast 7000 m Höhe auf die umstehenden Fünf- und Sechstausender genießen zu können. Am Tag des Gipfelaufstiegs geht es dann noch zurück zu Lager III, tags darauf großer Empfang im Basislager. Während der Zeit am Berg oberhalb des Basislagers muss von jedem Teilnehmer selbst gekocht werden (teilweise gefriergetrocknete Expeditionsverpflegung), Schnee geschmolzen und das persönliche Gepäck selbst befördert werden. Die einzelnen Etappen sind nicht zu lange, so dass auch genügend Zeit für etwas Erholung bleibt. Mit etwas Teamgeist und Kameradschaftlichkeit sollte jeder Teilnehmer seine Chance haben, den Gipfel zu erreichen.
Im Lager II - Nido de Condores - am Aconcagua Blick vom Lager "Cholera" zum Gipfel Querung zur Canoleta; die Rinne, die zum Gipfel führt.
19.TagSollte die gesamte Zeit bis zum letzten Tag am Berg ausgenutzt worden sein, geht es heute in einem Zug zurück nach Puente del Inca; ansonsten etwas gemütlicher und beschaulicher in eineinhalb Tagen.
Die Westflanke des Aconcagua oberhalb des Basislagers
20.TagAbschied vom Aconcagua und Puente del Inca. Über die chilenisch-argentinische Grenze über den 3863 m hohen Paso del Bermejo geht es zurück über die 200 km-Strecke nach Santiago de Chile. Einquartieren im Hotel. Gemeinsames Abschieds-Abendessen mit Gipfelfeier in einem guten Restaurant.
21.TagVormittags Zeit Santiago auf eigene Faust kennen zu lernen. Nachmittags Transfer zum Flughafen und Abflug zurück Richtung Heimat.
22.TagAnkunft in Frankfurt am Nachmittag.


 Voraussetzungen 

Technische Probleme wirft die "ruta normal" über den NW-Grat keine auf. Eine Top-Kondition ist die wichtigste Voraussetzung, um den Gipfel zu erreichen. Vor allem auch eine gute Portion Durchhaltevermögen kann nicht schaden. Da der Berg doch sehr kalt sein kann, ist auch eine optimale persönliche Ausrüstung mit Expeditions-Daunenschlafsack unerlässlich. Durch die zahlreichen Besteigungen hat sich inzwischen ein guter Pfad entwickelt, der das alte Motto "drei Schritte vor, einen zurück" ungültig werden ließ. Nur die letzten 250 Höhenmeter vor dem Gipfel sind etwas beschwerlicher: die berühmt-berüchtigte Canoleta macht mit ihrem groben Geröll und zahllosen Blöcken den Schlussaufstieg etwas beschwerlich.

Während der gesamten Dauer der Reise wird der Bergführer Hilfestellung geben, wo es geht und erforderlich ist. Trotzdem ist der Gipfelanstieg, wie bei allen unseren Trekking und Expeditionen, als selbständige Hochtour und in eigener Verantwortung durchzuführen. Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden, die Bereitschaft zur tatkräftigen Mithilfe bei Transport und Aufstellung der Lager sowie der Teamarbeit am Berg sind unabdingbar. Die Zelte sind im Normalfall selbst zu transportieren; wer mag kann auch vor Ort einen Träger zur Unterstützung engagieren. Die Expedition erfolgt auf eigene Verantwortung der Teilnehmer, insofern lehnen wir jegliche Haftung für Unfälle oder sonstige Schäden ab.

Gefahrenhinweis
Wir werden unsere gesamte Erfahrung aufwenden, die Expedition so sicher wie möglich durchzuführen. Trotzdem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass diese Unternehmung mit subjektiven und objektiven alpinen Gefahren verbunden ist.



 Bergführer und Leistungen 

Bergführer
2740 Jörn Heller staatl. gepr. Berg- und Skiführer


Leistungen



 Termine und Preis 

Termine

2740 Mi. 26/12 - Mi. 16/01/2008 (22 Tage)

Preis

2740 (11 - 14 Teilnehmer) 4.630,- €

EZ-Zuschlag 120,- €



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