Der Cho Oyu, direkt auf der nepalisch-tibetischen Grenze gelegen, ist der meistbestiegene 8000er. Gründe dafür gibt es genug: zum Einen ist er sehr günstig gelegen - bis zum unteren Basislager kann mit Jeeps gefahren werden, zum Zweiten ist sein sogenannter Normalweg neben dem des Shisha Pangma sicher der am wenigsten schwierige aller 8000er. Einfache 8000er, wie es fälschlicherweise oft ausgedrückt wird, gibt es keine - so sind denn auch trotz der klaren, übersichtlichen Route auch hier einige technisch interessante Stellen zu meistern, die zusammen mit der Höhe sicher auch jedem gut trainierten und erfahrenen Höhenbergsteiger einiges abverlangen. Die Distanzen von Lager zu Lager sind nicht zu unterschätzen; und das persönliche Gepäck muss nach dem vorgeschobenen Basislager trotz Hochträger-Unterstützung für das Gruppengepäck selbst transportiert werden. Ein großes Unternehmen also auf der Route der österreichischen Erstbegeher aus dem Jahre 1954. Seit 1995 konnten von zwanzig AMICAL alpin Expeditionen achtzehn den Gipfel des Cho Oyu erreichen. Auch 2010 werden wir deshalb wieder auf den Einsatz von bewährten Hochträgern nicht verzichten, um den Teilnehmern zusammen mit unserer umfangreichen Expeditionserfahrung die größtmögliche Unterstützung zum Erreichen des Zieles zu geben.
Vorgesehener Expeditionsablauf
Der wichtigste Unterschied zwischen Vormonsun (Frühjahr) und Nachmonsun (Herbst) am Cho Oyu sind die etwas angenehmeren Temperaturen im Vormonsun - im Nachmonsun ist es meist kälter. Wobei wir im Vormonsun im letzten Lager innerhalb der Zelte auch schon Temperaturen von unter - 30° C gemessen haben.
Da der Gipfelaufstieg von Lager III über die Nordwestflanke bzw. den Nordwestgrat erfolgt, erreicht die Sonne am Cho Oyu erst spät die Aufstiegsroute. Und damit sind die Minustemperaturen nicht zu unterschätzen. Die etwas angenehmeren Temperaturen im Vormonsun führen aber auch zu verstärkter Wolkenbildung am Nachmittag. Wodurch oftmals mit leichtem Schneefall in den frühen Abendstunden gerechnet werden muss.
Im Nachmonsun dagegen - vor allem im zweiten Teil der vorgesehenen Expeditionsdauer - kann man oft mit lang anhaltenden Phasen von glasklarem Wetter rechnen.
Im Laufe des Herbstes kommen die Jetstreams zum Teil auch in den 8000 m - Bereich herunter, was einen Gipfelaufstieg unmöglich machen kann. Dies ist üblicherweise aber erst ab Mitte Oktober der Fall, wenn Sie eigentlich schon wieder zu Hause sein sollten. In Ausnahmefällen kann der “Jet” einem auch schon vorher das Leben schwer machen.
Aber auch im Frühjahr, bedingt durch den enormen Luftmassenaustausch hin zum ortsfesten Hoch über Tibet oder durch extreme Lagen des “Jets” kann es zu vereinzelten Sturmtagen kommen - im Vormonsun 2002 verloren wir fast das komplette Lager II.
Im Anschluss an das “Gelbe Band” (oberhalb von 7500 m) führt der Aufstieg über zunächst ca. 30-35º steiles Gelände. Im Vormonsun ist hier normalerweise Schotter und grobes Geröll als Auflage auf dem Fels anzutreffen. Im Nachmonsun ist dieses Schottergelände mit einer geschlossenen Schneedecke überzogen, was den Aufstiegsrhythmus gleichmäßiger und angenehmer macht.
Früher war die Anzahl der Expeditionsgruppen im Basislager des Cho Oyu im Vormonsun höher als im Nachmonsun. Dies hat sich in den letzten Jahren eher in Richtung Nachmonsun verschoben.
Fazit: Beide Saisonen haben ihre Vor- und Nachteile. Einen sicheren Tipp, welches die bessere Jahreszeit ist, gibt es nicht. Machen Sie es von Ihrem Urlaub abhängig, dass Sie sich stressfrei 44 Tage frei machen können.
Auch in diesem Jahr führen wir unsere Cho Oyu Expedition mit einer Dauer von 44 Tagen durch. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass damit eine ausreichende Akklimatisation und auch die Möglichkeit zu einem zweiten Gipfelversuch gewährleistet sind.
Der Cho Oyu zählt zusammen mit der Shisha Pangma zu den beiden am “wenigsten schwierigen“ Achttausendern. Der Anstieg zum Gipfel wird in selbstständigen, eigenverantwortlichen Seilschaften unter Anleitung des Bergführers durchgeführt. Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden. Kondition: Sie sind ein erfahrener und umsichtiger Höhenbergsteiger mit einer sehr guten Kondition und einem hohen Mass an Einsatzbereitschaft und Teamgeist. Das persönliche Material muss selbst transportiert werden, nur für den Transport der Sicherheitsausrüstung, des Fixiermaterials und der Zelte sowie für die Erstellung der Hochlager stehen zur Mithilfe zwei Hochträger zur Verfügung. Technik: Sie sind ein guter Eisgeher und können Eis- und Firnflanken bis 40° Steilheit ohne Seilsicherung begehen. Steilere Kletter- und Eispassagen gibt es nur an kurzen Stellen: Der Anstieg bewegt sich oberhalb Lager 1 über weite, mäßig steile Flanken, einen längeren Grat (6300 m - 6500 m) und einen anschließenden Steilaufschwung von ca. 40m / 70 - 80°. Der Gipfelanstieg führt über wenig schwieriges, kombiniertes Gelände (Stellen II, im Herbst eingeschneit). Das Gelände ist teils spaltendurchsetzt, somit ist jeder Teilnehmer in den einschlägigen Spaltenbergungsverfahren geübt (evtl. bei einem Spaltenbergungskurs auffrischen). Ausrüstung: Ein warmer Expeditionsschlafsack bis - 25° C Komfortbereich gehört wie die Daunenbekleidung und die Expeditionsbergschuhe zur Grundausstattung.
Gefahrenhinweis
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu alpinen Gefahren und Gipfelbesteigungen
Bergführer und Leistungen
Bergführer
Vormonsun-Termin
Andreas Sippel
staatl. gepr. Berg- und Skiführer
Nachmonsun-Termin
Ragna Krückels
staatl. gepr. Berg- und Skiführerin
Stefan Fei
staatl. gepr. Berg- und Skiführer
Leistungen
Termine und Preis
Termine
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2007 Fr. 16/04 - Sa. 29/05/2010 (44 Tage)
2016 Fr. 27/08 - Sa. 09/10/2010 (44 Tage)
Preis
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Frühjahr ( 9 - 11 Teilnehmer ) 8.950,- EUR
Herbst ( 11 - 14 Teilnehmer ) 8.950,- EUR
EZ-Zuschlag 140,- EUR
Reisedokumente Reisepass / Visa Nepal + Tibet
CO2-Emission Flüge ca. 3120 kg. Mehr zu CO2-Kompensation erfahren Sie hier