Tibet / Himalaya
XXI. u. XXII. Cho Oyu Expedition (8201 m)
Anspruchsvolle 8000er-Expedition

Detailauschreibung
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Kurz vor Lager II am Cho Oyu © Dirk Groeger Der Cho Oyu, direkt auf der nepalisch-tibetischen Grenze gelegen, ist der meistbestiegene 8000er. Gründe dafür gibt es genug: zum Einen ist er sehr günstig gelegen - bis zum unteren Basislager kann mit Jeeps gefahren werden, zum Zweiten ist sein sogenannter Normalweg neben dem des Shisha Pangma sicher der am wenigsten schwierige aller 8000er. Einfache 8000er, wie es fälschlicherweise oft ausgedrückt wird, gibt es keine - so sind denn auch trotz der klaren, übersichtlichen Route auch hier einige technisch interessante Stellen zu meistern, die zusammen mit der Höhe sicher auch jedem gut trainierten und erfahrenen Höhenbergsteiger einiges abverlangen. Die Distanzen von Lager zu Lager sind nicht zu unterschätzen; und das persönliche Gepäck muss nach dem vorgeschobenen Basislager trotz Hochträger-Unterstützung für das Gruppengepäck selbst transportiert werden. Ein großes Unternehmen also auf der Route der österreichischen Erstbegeher aus dem Jahre 1954. Seit 1995 konnten von zwanzig AMICAL alpin Expeditionen achtzehn den Gipfel des Cho Oyu erreichen. Auch 2010 werden wir deshalb wieder auf den Einsatz von bewährten Hochträgern nicht verzichten, um den Teilnehmern zusammen mit unserer umfangreichen Expeditionserfahrung die größtmögliche Unterstützung zum Erreichen des Zieles zu geben.


 Vorgesehener Expeditionsablauf 

1.TagAbflug am Abend mit ETIHAD AIRWAYS.
2.TagAnkunft am Nachmittag in Kathmandu und Transfer ins Hotel.
3.TagTag zur freien Verfügung in Kathmandu.
4.TagFrüh geht es los Richtung tibetische Grenze. Über Dhulikhel und Lamosangu geht es per Bus in 6-stündiger Fahrt nach Kodari (1663 m) und nach Überschreitung der Grenzbrücke steil hinauf nach Zhangmu (2350 m), dem tibetischen Grenzort.
5. bis 6.TagNur ein kurzes Stück mit dem Bus weiter bis Nyalam (3750 m), wo die nächsten zwei Nächte zur besseren Akklimatisation verbracht werden. Unterbringung in einfachem Hotel. Ab hier wird auch eine Wanderung bis in eine Höhe um 5000 m unternommen.
Hochebene bei Tingri mit Blick zu Cho Oyu und Nangpa La Cho Oyu vom Tichy Basecamp
7. bis 8.TagÜber den 5050 m hohen Lalung Leh Pass und der Zwischenstation Tingri (4340 m) wird am 8. Tag per Jeep das so genannte Chinese-Basecamp (4900 m) am Ende des Gyabrag-Gletschers erreicht.
9.TagEin ganzer Ruhetag ist hier zunächst zur besseren Akklimatisation vorgesehen.
10. bis 11.TagBei entsprechender Schneelage wird in eineinhalb Tagen das eigentliche Basislager, das Tichy-Lager, auf einer Höhe von 5680 m mit der Hilfe von Yaks erreicht.
12. bis 39.TagDer Aufstieg folgt im Wesentlichen der Route der österreichischen Erstbegeher: Zunächst über den Gyabrag-Gletscher, dann über einen recht unangenehmen Geröllhang, auch spaßhaft "Killerhang" genannt, zum Lager I auf ca. 6300 m. Der Weiterweg folgt einem Firngrat mit einigen Aufschwüngen zu einem anschließenden 40-m-Steilaufschwung. Es folgt ein flaches Plateau auf ca. 6600 m, in dessen Anschluss eine 30 - 40° steile Flanke ansetzt. Das 2. Hochlager entsteht auf einer kleinen Gletscherplattform auf 6950 m Höhe. Unter den Nordabstürzen wird aufsteigend eine große Firnflanke gequert, bis auf einem weiteren Plateau (im Nachmonsun ein schwach ausgeprägter Rücken) schon mit Aussicht auf den Schlussanstieg das letzte Lager und Ausgangspunkt für den Gipfel errichtet werden kann (7350 m). 850 Höhenmeter fehlen noch zum Gipfel: zunächst muss das "Gelbe Band" überklettert werden, ein Firnhang folgt noch, bevor es über kurze Felsstufen und leichtes kombiniertes Gelände endgültig zum Gipfel geht. Zwischen den Aufstiegen in die Hochlager und auch vor dem eigentlichen Gipfelgang sind immer wieder Ruhetage im Basislager vorgesehen. Und selbst wenn der erste Gipfelversuch nicht sofort erfolgreich sein sollte, wird genügend Zeit sein, noch einen zweiten Versuch zu starten.
Cho Oyu vom Tychi-Basislager Cho Oyu Aufstiegsskizze Steilstufe zwischen Lager I und Lager II © Dirk Gröger
Ankunft auf dem Gipfelplateau des Cho Oyu © Dirk Groeger Kurz vorm Gipfelplateau © Dirk Groeger
40.TagFrüh am Morgen geht es zurück: Mit Yaks erst in einem Zug direkt bis ins Chinese-Basecamp zurück und am selben Nachmittag noch weiter in die Zivilisation bis Tingri.
41.TagMit Jeeps und Lkws weiter zurück über Nyalam nach Zhangmu an der tibetisch-nepalischen Grenze.
42.TagRückkehr nach Kathmandu.
43.TagZur freien Verfügung bzw. zur Reserve. Am Abend Abreise ab Kathmandu.
44.TagAnkunft am frühen Morgen in München.

 Vormonsun - Nachmonsun 
 Für welchen Termin soll ich mich entscheiden? 

Der wichtigste Unterschied zwischen Vormonsun (Frühjahr) und Nachmonsun (Herbst) am Cho Oyu sind die etwas angenehmeren Temperaturen im Vormonsun - im Nachmonsun ist es meist kälter. Wobei wir im Vormonsun im letzten Lager innerhalb der Zelte auch schon Temperaturen von unter - 30° C gemessen haben.

Da der Gipfelaufstieg von Lager III über die Nordwestflanke bzw. den Nordwestgrat erfolgt, erreicht die Sonne am Cho Oyu erst spät die Aufstiegsroute. Und damit sind die Minustemperaturen nicht zu unterschätzen. Die etwas angenehmeren Temperaturen im Vormonsun führen aber auch zu verstärkter Wolkenbildung am Nachmittag. Wodurch oftmals mit leichtem Schneefall in den frühen Abendstunden gerechnet werden muss.

Cho Oyu im Vormonsun Cho Oyu im Nachmonsun © Dirk Groeger

Im Nachmonsun dagegen - vor allem im zweiten Teil der vorgesehenen Expeditionsdauer - kann man oft mit lang anhaltenden Phasen von glasklarem Wetter rechnen.

Im Laufe des Herbstes kommen die Jetstreams zum Teil auch in den 8000 m - Bereich herunter, was einen Gipfelaufstieg unmöglich machen kann. Dies ist üblicherweise aber erst ab Mitte Oktober der Fall, wenn Sie eigentlich schon wieder zu Hause sein sollten. In Ausnahmefällen kann der “Jet” einem auch schon vorher das Leben schwer machen.

Aber auch im Frühjahr, bedingt durch den enormen Luftmassenaustausch hin zum ortsfesten Hoch über Tibet oder durch extreme Lagen des “Jets” kann es zu vereinzelten Sturmtagen kommen - im Vormonsun 2002 verloren wir fast das komplette Lager II.

Im Anschluss an das “Gelbe Band” (oberhalb von 7500 m) führt der Aufstieg über zunächst ca. 30-35º steiles Gelände. Im Vormonsun ist hier normalerweise Schotter und grobes Geröll als Auflage auf dem Fels anzutreffen. Im Nachmonsun ist dieses Schottergelände mit einer geschlossenen Schneedecke überzogen, was den Aufstiegsrhythmus gleichmäßiger und angenehmer macht.

Früher war die Anzahl der Expeditionsgruppen im Basislager des Cho Oyu im Vormonsun höher als im Nachmonsun. Dies hat sich in den letzten Jahren eher in Richtung Nachmonsun verschoben.

Fazit: Beide Saisonen haben ihre Vor- und Nachteile. Einen sicheren Tipp, welches die bessere Jahreszeit ist, gibt es nicht. Machen Sie es von Ihrem Urlaub abhängig, dass Sie sich stressfrei 44 Tage frei machen können.

Auch in diesem Jahr führen wir unsere Cho Oyu Expedition mit einer Dauer von 44 Tagen durch. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass damit eine ausreichende Akklimatisation und auch die Möglichkeit zu einem zweiten Gipfelversuch gewährleistet sind.


 Voraussetzungen 

Der Cho Oyu zählt zusammen mit der Shisha Pangma zu den beiden am “wenigsten schwierigen“ Achttausendern. Der Anstieg zum Gipfel wird in selbstständigen, eigenverantwortlichen Seilschaften unter Anleitung des Bergführers durchgeführt. Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden. Kondition: Sie sind ein erfahrener und umsichtiger Höhenbergsteiger mit einer sehr guten Kondition und einem hohen Mass an Einsatzbereitschaft und Teamgeist. Das persönliche Material muss selbst transportiert werden, nur für den Transport der Sicherheitsausrüstung, des Fixiermaterials und der Zelte sowie für die Erstellung der Hochlager stehen zur Mithilfe zwei Hochträger zur Verfügung. Technik: Sie sind ein guter Eisgeher und können Eis- und Firnflanken bis 40° Steilheit ohne Seilsicherung begehen. Steilere Kletter- und Eispassagen gibt es nur an kurzen Stellen: Der Anstieg bewegt sich oberhalb Lager 1 über weite, mäßig steile Flanken, einen längeren Grat (6300 m - 6500 m) und einen anschließenden Steilaufschwung von ca. 40m / 70 - 80°. Der Gipfelanstieg führt über wenig schwieriges, kombiniertes Gelände (Stellen II, im Herbst eingeschneit). Das Gelände ist teils spaltendurchsetzt, somit ist jeder Teilnehmer in den einschlägigen Spaltenbergungsverfahren geübt (evtl. bei einem Spaltenbergungskurs auffrischen). Ausrüstung: Ein warmer Expeditionsschlafsack bis - 25° C Komfortbereich gehört wie die Daunenbekleidung und die Expeditionsbergschuhe zur Grundausstattung.

Gefahrenhinweis
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu alpinen Gefahren und Gipfelbesteigungen


 Bergführer und Leistungen 

Bergführer
Vormonsun-Termin
Andreas Sippel
staatl. gepr. Berg- und Skiführer

Nachmonsun-Termin
Ragna Krückels
staatl. gepr. Berg- und Skiführerin
Stefan Fei
staatl. gepr. Berg- und Skiführer


Leistungen



 Termine und Preis 

Termine

2007 Fr. 16/04 - Sa. 29/05/2010 (44 Tage)
2016 Fr. 27/08 - Sa. 09/10/2010 (44 Tage)

Preis

Frühjahr ( 9 - 11 Teilnehmer ) 8.950,- EUR
Herbst ( 11 - 14 Teilnehmer ) 8.950,- EUR


EZ-Zuschlag 140,- EUR
Reisedokumente Reisepass / Visa Nepal + Tibet
CO2-Emission Flüge ca. 3120 kg. Mehr zu CO2-Kompensation erfahren Sie hier


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