Peru / Cordillera Blanca
XI. Alpamayo (5947 m) / Quitaraju (6040 m) / Huascarán (6768 m)
Schwere 6000er Expedition

Detailauschreibung
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Alpamayo vom Hochlager © Martin Göggelmann Die Cordillera Blanca in Peru kann mit Recht als das Bergsteiger-Mekka Südamerikas bezeichnet werden. 5- und 6000er zuhauf, alle samt sehr steil und charakteristisch in ihrer Gestalt. Zwei solche Charakterköpfe sind der Huascarán mit seinem Doppelgipfel, der höchste Berg Perus und der Alpamayo, etwas niedriger, dafür sicher einer der schönsten Berge der Welt überhaupt. Beide Anstiege sind als schwere Hochtouren zu bezeichnen, da sie doch den routinierten Eisgeher voll und ganz fordern. Wer nach der Besteigung des Alpamayo noch Lust hat, kann am nächsten Tag vom selben Hochlager auch noch die Nordflanke des Quitaraju angehen. Unser Cordillera Blanca Expeditionsprogramm richtet sich an konditionell starke Bergsteiger, die im Rahmen einer Peru-Reise vor allem Wert auf ein konzentriertes Bergprogramm legen. Leiter der diesjährigen Expedition nach Peru wird voraussichtlich Herbert Rainer sein.


 Vorgesehener Expeditionsablauf 

1.TagAbflug am Abend mit LAN AIRLINES.
2.TagAnkunft in Lima am frühen Morgen und Weiterfahrt in Richtung Cordillera Blanca: Die Panamericana entlang zunächst bis Barrancas, einem kleinen Fischerort, wo voraussichtlich auch zu Mittag gegessen wird. Es geht über den 4200 m hohen Conococha-Pass und noch weitere 90 km nach Huaraz 3060 m (ca. 8-9 Std. Fahrt).
Peru - Mittagessen in Baranca © Andreas Bucher Peru - Puya Raimondi © Andreas Bucher
3.TagEin Tag zum Ankommen und Akklimatisieren: Den bis zu 12 m hohen Puya Raimondi - sie blühen nur einmal am Ende ihres 100-jährigen Lebens - statten wir per Bus einen Besuch im Pachacota Tal auf ca. 4100 m Höhe ab. Der Rest des Tages steht in Huaraz zur freien Verfügung.
4.TagDas weite Santa Tal hinunter an der erdbebengebeutelten Gemeinde Yungay vorbei nach Caraz und steil hinauf nach Santa Cruz und Cashapampa 3000 m am Beginn des Santa Cruz Tales. Nach vierstündigem Trek steht das erste Zeltcamp bei Icchicoccha auf 3900 m.
5.TagUnterstützt von Mulis bewegt sich der Trek durch die reizvolle Quebrada Santa Cruz an der Laguna Jatuncocha vorbei bis ins Basislager 4200 m des Alpamayo am Beginn der Quebrada Arhuaycocha. Es heißt das Lager einrichten, die Zelte beziehen und die Ausrüstung sortieren.
6. bis 10.TagNun stehen fünf volle Tage zur Besteigung des Alpamayo zur Verfügung. Über das Moränenlager auf 4900 m wird zunächst das Hochlager auf 5600 m eingerichtet. Der Zustieg zur Gipfelwand erfolgt dann über den spaltenreichen Gletscher. Die Schlüsselstelle der Besteigung und der Schlussabschnitt stellt die ca. 400 m hohe, etwa 50-60° steile Riffeleiswand zum Gipfelgrat dar. Fixseile entlang der steilen Franzosen-Route führen direkt zum Gipfelpilz. Der Gipfel bleibt sicher den wirklich eistechnisch erfahrenen Teilnehmern vorbehalten (1 Eisgerät und 1 Steigklemme unbedingt erforderlich). Sollten die Verhältnisse in der klassischen Ferrari-Route sehr gut sein, wird auf diese etwas leichtere Anstiegsroute ausgewichen werden.
Alpamayo vom Hochlager © Hajo Netzer Ferrari Rinne © Martin Göggelmann
11.TagWer Interesse hat, kann an diesem Reservetag noch den Quitaraju (6040 m) mitnehmen. Der Quitaraju ist der geniale Aussichtsberg auf den gegenüberliegenden Alpamayo, und mit einem technisch etwas leichteren Anstieg. Abstieg ins Basislager.
Aufstieg am Quitaraju Aufstieg in der Süd-West Wand des Alpamayo © Andreas Sippel
12.TagDurch das Santa Cruz Tal wird wieder bis Cashapampa hinaus getrekt und per Bus geht es wieder zurück nach Huaraz.
13.TagVor dem zweiten großen Ziel, dem Huascarán, soll nochmals ein ganzer Tag Erholung in Huaraz zur Verfügung stehen.
Huascaran © Herbet Wolf Huascaran - Basislager © Herbert Wolf
14.TagEin Bus bringt Sie wieder ins Santa-Tal bis Mancos, wo ein kleines Sträßchen nach Musho (3000 m) abzweigt. Wieder mit Hilfe von Eseln für den Gepäcktransport wird das neu erbaute Rifugio Huascarán (auch Rif. „Don Bosco“) auf 4600 m angesteuert (ca. 5-7 Std.). Vier Tage stehen ab heute zur Besteigung des Huascarán (6768 m) und zur Rückkehr in die gemütliche Hütte nach Schweizer Vorbild zur Verfügung.
15. + 16.TagGletscherschliffplatten führen zum Gletscher, an dessen Anfang Lager I auf ca. 5260 m unterhalb der „Canaleta“ steht. Zum Lager II führt ein recht wilder Gletscheraufstieg, der zum Teil von großen Spalten durchzogen ist. Unterhalb der „Garganta“, die den Süd- vom Nordgipfel trennt, steht Lager II auf ca. 5980 m m Höhe (5-6 Std.).
17. + 18.TagDie letzten 750 Höhenmeter! Der Gipfelaufstieg am dritten Tag führt relativ gleichmäßig durch zum Teil auch anspruchsvolles Gletscher- und Spaltengelände. Der höchste Punkt Perus wird nach ca. 6-8 Stunden Aufstieg erreicht. Im Abstieg wird in Lager II nochmals übernachtet, danach in einem Zug bis zur Hütte abgestiegen. !! Achtung: Der Aufstieg am Huascarán durch den Eisbruch zwischen Lager I und bis oberhalb von Lager II kann eisschlaggefährdet sein!! Ist die Besteigung des Huascarán Südgipfels wegen Eisschlag oder zu großer Spalten zu gefährlich, kann es sein, dass ab dem letzten Lager die Besteigung des etwas niedrigeren Nordgipfels eingeplant wird.
Sonnenuntergang im Garganta-Lager am Huascaran © Gerhard Pilz Huascaran-Norte - AMICAL alpin Team am Gipfel © Alois Bogenschütz www.bogen-schuetz.de Lager II am Huascarán © Herbert Wolf
19.TagAbstieg ins Tal nach Musho und zurück nach Huaraz ins Hotel. Falls am Huascarán nicht alles so geklappt haben sollte, kann auch dieser Tag zum Abstieg vom Lager II genutzt werden.
20.TagEin letzter Tag steht zur freien Verfügung - Fotos am Indiomarkt oder Mitbringsel für die Zuhause-Gebliebenen. Abends Abschiedsessen mit großer Gipfelfeier.
21.TagTransfer wieder in ca. 8 Std. zurück nach Lima. Übernachtung im Hotel.
22.TagLima wird bei einem halbtägigen Stadtrundgang erkundet, nachmittags besteht die Möglichkeit, sich in einem der zahlreichen Fischrestaurants kulinarisch verwöhnen zu lassen. Abends Abflug in Richtung Heimat.
23.TagAnkunft am späten Nachmittag.


 Voraussetzungen 

Der Alpamayo ist sicher einer der formschönsten Berge der Welt, der Huascarán der höchste Berg Perus. Die Gipfelanstiege werden in selbstständigen, eigenverantwortlichen Seilschaften unter Anleitung des Bergführers durchgeführt. Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden. Kondition: Sie sind ein sehr erfahrener und umsichtiger Alpenbergsteiger mit einer sehr guten Kondition sowie einem hohen Mass an Einsatzbereitschaft und Teamgeist. Die persönliche Ausrüstung muss an den Bergen selbst transportiert werden, nur für die Mithilfe bei der Erstellung der Hochlager und für den Transport des Gruppengepäcks stehen einheimische Begleiter zur Verfügung. Durch den recht schnellen Aufstieg in die Höhe ist eine Vorakklimatisation in den Wochen vor Abflug fast unerlässlich. Technik: Sie sind ein ausgezeichneter Eisgeher und können Eis- und Firnflanken bis 40° Steilheit ohne Seilsicherung begehen. Die „Riffeleis“-Passagen am Alpamayo und Quitaraju sind bis 55° steil und werden mit Fixseilen „entschärft“. Der Aufstieg zum Huascarán ist spaltenreich und weist mehrere kurze Steilaufschwünge auf. Das Gelände ist spaltenreich, somit ist jeder Teilnehmer in den einschlägigen Spaltenbergungsverfahren unbedingt geübt (evtl. bei einem Spaltenbergungskurs auffrischen). Ausrüstung: In Peru ist im Juli Winter- und Trockenzeit. Das bedeutet sehr kalte Nächte in den Hochlagern, für die Sie einen warmen Expeditionsschlafsack (bis - 15° C Komfortbereich) benötigen.

Gefahrenhinweis
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zu alpinen Gefahren und Gipfelbesteigungen


 Bergführer und Leistungen 

Bergführer
Herbert Rainer
staatl. gepr. Berg- und Skiführer


Leistungen



 Termine und Preis 

Termine

2011 Sa. 03/07 - So. 25/07/2010 (23 Tage)

Preis

( 11 - 12 Teilnehmer ) 3.750,- EUR
( 9 - 10 Teilnehmer ) 3.880,- EUR

EZ-Zuschlag ,- EUR
Reisedokumente Reisepass
CO2-Emission Flüge ca. 6060 kg. Mehr zu CO2-Kompensation erfahren Sie hier


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