| 1.Tag | Abflug mittags über Doha nach Delhi mit QATAR AIRWAYS. |
| 2.Tag | Ankunft in Delhi am frühen Morgen, Transfer zum Hotel. Nachmittags Expeditionsbriefing bei der Indian Mountaineering Foundation IMF. |
| 3.Tag | Fahrt von Delhi Richtung Norden über Haridwar nach Rishikesh (350 m), dem hinduistischen Pilgerort am Ganges mit zahlreichen Ashrams und Yoga-Zentren (ca. 8 Std., 240 km). Abends bietet sich ein Spaziergang zu den „ghats“ an - Begegnungs- und Gebetsstätten gleich am Ufer des Ganges. Übernachtung im Hotel. |
| 4.Tag | Fahrt durch die Vorberge und teilweise entlang tief eingeschnittener Täler über Srinagar (Garhwal) und Chamoli nach Joshimath 1900 m (8 Std., 235 km). Übernachtung im Hotel. |
| 5.Tag | Vormittags Erledigung eines weiteren Teils der Formalitäten mit den örtlichen Behörden. Nachmittags besteht die Möglichkeit zum Ausflug in zum Skiort Auli (2500 m) mit erster Aussicht auf die Berge des Garhwal - Nanda Devi und auch der Kamet sind bereits von hier aus zu sehen. |
| 6.Tag | Weiterfahrt mit Jeeps durch die Schlucht des Dhauli Ganga zum sehr gepflegten Dorf Gamsali 3050 m, Ausgangspunkt des Anmarschtrekkings. Übernachtung auf dem wunderschönen Zeltplatz vor dem Dorf. Hier auch akribische Kontrolle durch die Grenzpolizei und das Militär. |
| 7.Tag | Beginn des Trekkings mit Unterstützung von Trägern und Mulis. Auch der Vormittag muss noch für die Kontrollen - auch für Träger und Mulitreiber - mit eingeplant werden. Je nach Startzeit wird in Niti 3450 m übernachtet (sehr kurz) oder falls man früh starten konnte in Shepuk Kharak. Auf der ersten Etappe muss mit einem Fotografier-Verbot seitens der Behörden gerechnet werden. |
| 8.Tag | Der Weg bleibt nahe am Fluss und führt oft schmal an den bis zum Wasser reichenden Felswänden entlang. Am oberen Ende eines anschließenden weiten Hochtals wird der Fluss überquert und am anderen Ufer das Lager aufgeschlagen 3890 m. Übernachtung im Zelt. (Je nach Wasserführung des Dhaula Ganga kann der Fluss erst am Morgen des 8. Tages überquert werden). |
| 9.Tag | Heute geht es entlang des Raikana Kharak ein neues Hochtal hinauf bis auf ca. 4370 m, wo das nächste Nachtlager steht. Übernachtung im Zelt. |
| 10.Tag | Noch 400 Höhenmeter sind es heute noch bis hinauf zum Gletschersee Vasudhara Tal, der sich in dieser Jahreszeit meist zugefroren in die Moränenlandschaft schmiegt. Am Vasudhara See wird das Basislager errichtet. Übernachtung im Zelt. Ab hier können auch die Mulis nicht weitergehen und das Gepäck wird nur noch von Trägern befördert. |
| 11. bis 12.Tag | Zwei Tage stehen zur Verfügung, um das vorgeschobene Basislager (Advanced Basecamp = ABC; ca. 14 km) mithilfe der verbleibenden Träger und der Hochträger zu errichten. Vom Vasudhara Tal ( = See) überqueren Sie den Gletscher in Richtung Norden und erreichen mit einem Zwischenlager (ca. 5040 m) das ABC “Dobla Tal“ auf einem kleinen Seitenarm des Pubi-Kamet-Gletschers auf ca. 5350 m Höhe. Je nach Verhältnissen muss das ABC noch einmal 100 m höher angelegt werden. Bei guten Verhältnissen kann die gesamte Trägermannschaft bis hierher mithelfen. |
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| 13. bis 30.Tag | Knapp drei Wochen stehen jetzt zur Verfügung, um sich weiter zu akklimatisieren, und über die drei Hochlager den Gipfel zu erreichen. In mehrfachem Auf-und-Ab mit dazwischen liegenden Ruhetagen im Basislager, werden die Lasten nach oben transportiert. Vom Basislager geht es zunächst den Gletscher weiter hinauf, bevor über eine 40° steile, aber kurze Rinne das oberhalb eines kleinen Hängegletscher gelegene Plateau erreicht wird, Platz für das Lager 1 auf ca. 6100 m. Zwischen Lager 1 und 2 ist eine ca. 400 m hohe kombinierte Flanke zu überwinden. Bänder und Rampen durchziehen diese ca. 60° steile Flanke, die fixseilversichert einen guten Durchstieg auf eine weitere Hochebene auf ca. 6600 m erlauben, kurz darauf ist Lager 2 erreicht. In einem weiten Rechtsbogen und einen 50 m hohen Steilaufschwung geht es hinauf zum Lager 3 kurz unterhalb des Meade Col auf 7080 m. Je nach Schneelage führt von hier aus der Gipfelanstieg entweder direkt über den vom Col hinaufziehenden Gratrücken oder in der Flanke östlich dieses Rücken. Ist der Gipfel erreicht, werden Sie mit einer Rundumsicht von den Bergen Garhwals bis weit hinein nach Tibet belohnt ;-). Der Abstieg erfordert noch einmal volle Konzentration, bevor der Gipfel im Basislager gebührend gefeiert werden kann. |
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| 31.Tag | Ein langer Tag noch für die lange Gletscheretappe hinunter zum phantastisch gelegenen Vasudhara See. |
| 32. bis 33.Tag | Bestens akklimatisiert legen Sie den Rückweg in die Zivilisation innerhalb von zwei Tagen zurück. Übernachtung im einfachen Hotel in Gamsali. |
| 34. bis 35.Tag | Rückfahrt per Jeep und Bus über Joshimath, Rishikesh und Haridwar nach Delhi. Nachmittags Debriefing beim IMF. Übernachtung im Hotel. |
| 36.Tag | Tag zur Reserve, falls es am Berg zu Verzögerungen gekommen sein sollte. Sonst Gelegenheit zum Entspannen, für letzte Einkäufe oder Stadtbummel durch das lebendige Delhi. |
| 37.Tag | Abreise, Rückflug und Ankunft am Mittag in München. |
Nach der Erstbesteigung 1931 blieb der Kamet fünf Jahre lang der höchste bestiegene Gipfel der Welt. Der Anstieg über den heutigen Normalweg bietet abwechslungsreiche Passagen und eine Schlüsseletappe zwischen Lager 1 und 2. Der Anstieg zum Gipfel wird in selbstständigen, eigenverantwortlichen Seilschaften unter Anleitung des Bergführers durchgeführt. Ein Tourenbericht der letzten Jahre muss der Anmeldung beigelegt werden. Kondition: Sie sind ein erfahrener und umsichtiger Höhenbergsteiger mit einer sehr guten Kondition und höchstem Mass an Einsatzbereitschaft und Teamgeist. Das persönliche Material muss selbst transportiert werden, nur für die den Transport der Sicherheitsausrüstung, des Fixiermaterials und der Zelte sowie für die Erstellung der Hochlager stehen zur Mithilfe zwei Hochträger zur Verfügung. Technik: Sie sind ein guter Eisgeher und können Eis- und Firnflanken bis 40° Steilheit ohne Seilsicherung begehen. Eine ca. 50 m hohe Steilrinne mit ca. 45° oberhalb von Lager I, die 400 hm ansteigende Traverse im kombinierten ca. 60° steilen Gelände sowie der Gratrücken zum Gipfel erfordern gutes Steigeisengehen mitunter auch auf den Frontalzacken. Das Gelände ist spaltendurchsetzt, somit ist jeder Teilnehmer in den einschlägigen Spaltenbergungsverfahren geübt (evtl. bei einem Spaltenbergungskurs auffrischen). Ausrüstung: Ein warmer Expeditionsschlafsack bis - 20° C Komfortbereich gehört wie die Daunenbekleidung und die Expeditionsbergschuhe zur Grundausstattung.