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Expeditionsprogramm

Mit unserem vielfältigen Expeditionsangebot möchten wir Ihnen die Möglichkeit bieten, genau Ihren Fähigkeiten entsprechend das Richtige zu finden. Alle Aufstiege sind uns bis zu den Gipfeln persönlich bekannt. Damit können wir die zu erwartenden Anforderungen an Technik und Kondition, aber auch Gefahren und Risiken, sehr genau abschätzen. Und wir versuchen, dies in den Vorstellungstexten und den Voraussetzungen bei allen Unternehmungen so ehrlich als möglich wieder zu geben.

Anforderungen
Eine der häufigsten Fragen von Expeditions-Neulingen ist eine genaue Abstufung der zu erwartenden Schwierigkeiten an den verschiedenen Bergen. Mit einem Satz ist diese Frage nicht zu beantworten, alleine die Höhe des Basislagers oder die Gehstrecken von Lager zu Lager sind äußerst unterschiedlich. Zu Ihrer Hilfe haben wir eine kleine Aufstellung wichtiger Daten der von uns angebotenen 7- und 8000er Normalwege zusammengestellt. Dies soll Ihnen die Anforderungen genauer verdeutlichen.

Anforderungen Höhe des Berges Höhe
Basislager

Höhenunterschied
Basislager - Gipfel

kurze, schwierige Felskletterstellen
und Höhe (Fixseilversicherung)
Anzahl
Hochlager
max
Steilheit
Durchschn.
Steilheit
8000er






Shisha Pangma 8013 m 5650 m 2360 m keine 3 45° ca. 20°
Cho Oyu 8201 m 5680 m 2520 m II - III, am gelben Band
auf ca. 7500 m
3 50 - 55° * ca. 20 - 25°
Gasherbrum II 8035 m 5000 m 3035 m
II kurzes Gratstück vor
Lager III auf 6950m
4 50° - 70° ca. 30°
Manaslu

8156 m

4750 m 3400 m keine 3 70° ca. 25 - 30°
* Die Steilheit eines zu überkletternden Seraks auf ca. 6500 m wechselt von Jahr zu Jahr








7000er 8125 m 4250 m 3875 m
4 90° ca. 40°
Putha Hiunchuli 7246 m 4915 m       2331 m               
keine 3 35° ca. 25 - 30°
Muztagh Ata 7546 m 4450 m 3096 m keine 2 bis 3 35° ca. 25°
Spantik 7027 m 4200 m 2727 m keine, Schottergelände am
Grat vor Lager I (5100 m)
3 45° ca. 25 - 30°
Baruntse 7168 5450 m 1718 m keine 2 50° 35°








6000er






Kyajo Ri 6168 m 4550 m 1620 m kurze Mixedpassagen bis
II.Grad unterhalb
CII (5700 m)
2 65° 40°

Gefahrenhinweis
Wenn Sie sich für die Teilnahme an einer Expedition entschließen, sollten Sie wissen, dass Sie sich gewissen Risiken aussetzen. Diese bestehen einerseits aus den objektiven Gefahren wie Stein- oder Eisschlag, Lawinen oder Wetterumschwüngen, andererseits aus subjektiven Gefahren, zu denen eine mangelnde körperliche oder mentale Vorbereitung, das Unterschätzen der Schwierigkeiten, unzureichende Sicherungsmaßnahmen, aber auch Selbstüberschätzung gehören können. Dazu gesellen sich beim Höhenbergsteigen weitere Gefahren wie extremer Flüssigkeitsverlust, Unterkühlung, Erschöpfung oder das Risiko einer Höhenkrankheit.
Um diese Risiken erkennen und möglichst minimieren zu können, braucht es enorme Erfahrung.

Bergführer als Expeditionsleiter
Unsere Bergführer “führen” während den Expeditionen nicht im traditionellen Sinn einer Alpenführung, sondern leiten das Unternehmen in einer vielfältigen Funktion als Organisatoren und Koordinatoren, als Sicherheitsexperten, als Berater in taktischen Fragen und - last but not least - als Integrationsfiguren für ein gut harmonierendes Team. Es versteht sich von selbst, dass der/die Leiter das bergsteigerische Geschehen während der Expedition an vorderster Stelle mitprägen - insbesondere dann, wenn es um Entscheidungen geht, die die Sicherheit und das Absichern oder das Festlegen der Route und der Lagerplätze betreffen.

Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmer
Als Expeditionsteilnehmer müssen Sie sich - so selbstkritisch wie nur möglich - bewusst sein, ob Sie den zu erwartenden Anforderungen tatsächlich gewachsen sind. Das Höhenbergsteigen hat seine eigenen Gesetze; in diese Spielart des Alpinismus wächst man nur allmählich, über einen Jahre dauernden Prozess, hinein. Die Anforderungen an Körper und Geist werden mit zunehmender Höhe potenziert. Die wichtigste Voraussetzung, um auch in großer Höhe richtig zu handeln, ist die Erfahrung. Nur dank ihr können Sie eine Situation rasch und klar beurteilen und ein plötzlich auftretendes Problem richtig lösen.

Der richtige Veranstalter und die Sicherheitsausrüstung
Nach der Wahl Ihres Expeditionsziels bleibt die Frage nach dem richtigen Veranstalter; klären Sie auch hier einige Punkte sehr kritisch ab: Wie steht es mit der Erfahrung des Veranstalters und der des Expeditionsleiters? Ist der Expeditionsleiter höhenerprobter, staatl. gepr. Bergführer und geht er selbst mit an den Berg? Welche Leistungen sind im Preis inbegriffen? Ist die Ausrüstung zweckmäßig und ausreichend und gehören eine umfangreiche Basislagerapotheke und zusätzliche Hochlagerapotheken, Notsauerstoff, Überdruckkammer, Pulsoxymeter, Funkgeräte, ein Satellitentelefon und Laptop zum Empfang von Wetterberichten dazu? Ist das Material auf dem neuesten Stand? Wie seriös ist die Beratung vor der Expedition? Nimmt man sich Zeit für Sie?

Hochträger
Ihre Sicherheit und das Erreichen des geplanten Ziels haben eindeutig Vorrang vor einem niedrigen Preis. Deshalb verpflichten wir bei allen 8000er-Expeditionen sowie an Spantik, Putha Hiunchuli, Baruntse und Kyajo Ri Hochträger. Erfahrungsgemäß leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zum optimalen Gelingen der Expedition - d. h. zum Erreichen des Gipfels und zum sicheren Abstieg ins Basislager. Die Hochträger nehmen neben dem Transport von Lasten oberhalb des Basislagers auch andere wichtige Funktionen ein und erleichtern mit ihrer selbstlosen Unterstützung den Ablauf der ganzen Reise.

Satellitentelefon
Ein weiterer wichtiger Aspekt, der die Sicherheit fördert, ist die Mitnahme eines Satellitentelefons und eines Laptops mit e-mail Anschluss: Seit der erfolgreichen K2-Expedition 1994 von AMICAL alpin gehört ein Satellitentelefon und seit Jahren auch ein Laptop bei allen unseren 8000er- und 7000er-Expeditionen zur Standardausrüstung im Basislager. Dabei geht es nicht primär darum, eine Verbindung zur Heimat oder zum Ausgangsort herzustellen; viel wichtiger ist die Möglichkeit, bei einem Unfall unverzüglich Hilfe und/oder einen Helikopter anfordern zu können bzw. die Möglichkeit Wetterberichte abrufen zu können!

Lawinenverschütteten-Suchgeräten
Wir empfehlen allen Teilnehmern unserer 8000er und 7000er Expeditionen die Mitnahme von Lawinenverschütteten-Suchgeräten (LVSG), Lawinensonden und -schaufeln. Die Mitnahme dieser Geräte bedeutet zwar zusätzliches Gewicht bereits bei der Anreise und vor allem am Berg. Vollständig Verschüttete können durch Ihre Kameraden nur mithilfe dieser Geräte geortet und gerettet werden.

Funkgeräte
Wir statten alle Teilnehmer an unseren 8000er Expeditionen mit Funkgeräten aus. An den niedrigeren Bergen mit übersichtlicheren Anstiegen sind genügend Funkgeräte mit dabei um die Kommunikation im Notfall zwischen Bergführer und Teilnehmern sicherstellen.

DIE PHILOSOPHIE VON AMICAL alpin
  • Die Sicherheit unserer Gäste beeinflusst alle Entscheidungen und steht an erster Stelle der Planung und Durchführung unserer Unternehmungen
  • Unsere Expeditionen stehen unter der erfahrenen Leitung expeditionserprobter, staatl. gepr. Berg- und Skiführer
  • Nur absolute Top-Ausrüstung wird zum Einsatz gebracht
  • Fixierte Obergrenzen der Gruppengrößen sind Qualitätsmerkmal und den Schwierigkeiten der Unternehmung angepasst
  • Hohe 8000er wie Everest oder K2 bieten wir keine an, da wir dort die Sicherheit unserer Gäste nicht gewährleisten können
  • Der Respekt, die Sicherheit und die gerechte Behandlung der Einheimischen und der Träger sind oberstes Gebot


Detailausschreibungen und Detailinfos
Für unsere Trekking und Expeditionen können Sie unsere bewährten Detailausschreibungen anfordern oder auf unseren Internetseiten diese als PDF herunterladen. Sie beinhalten zusätzliche Informationen über den Verlauf der Unternehmung, Kartenausschnitte und Bilder sowie nochmals eine detaillierte Aufstellung aller im Preis einbegriffenen Leistungen.
Wenn Sie sich für eine Reise anmelden, erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung die Detailinfos mit ausführlichen Angaben zum Trekking oder zur Expedition. Dazu gehören auch Informationen zu Land und Leuten und den Einreisevorschriften sowie die Literatur- und Ausrüstungsliste. Benötigen Sie weitere Auskünfte, dann rufen Sie uns doch bitte während unserer Bürozeiten an!

Infotreffs
Etwa vier bis sechs Wochen vor Beginn der Expedition organisieren wir für alle Expeditionen einen Infotreff. Sie erhalten rechtzeitig eine persönliche Einladung mit den genauen Angaben sowie einer Adressliste der Teilnehmer und des Bergführers um gegebenenfalls Fahrgemeinschaften bilden zu können. Beim Treffen geht es vor allem um das gegenseitige Kennenlernen und die Klärung aller Fragen, aber auch um das detaillierte Besprechen der Ausrüstungsliste. Einige Bilder stimmen Sie zudem auf die Expedition ein. Haben Sie weitere Fragen, dann stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne telefonisch zur Verfügung.

Termine der Infotreffs

Aconcagua 2011/2012 Sa. 26/11/2011
Shisha Pangma Sa. 25/02/2012
Manaslu Sa. 03/03/2012
Spantik Sa. 28/04/2012
Gasherbrum II So. 29/04/2012
Muztagh Ata Sa. 02/06/2012
Alpamayo / Huascaran So. 03/06/2012
Bolivien 6000er Klassiker Sa. 16/06/2012
Cho Oyu Sa. 07/07/2012
Putha Hiunchuli Sa. 11/08/2012
Baruntse  So. 12/08/2012
Kyajo Ri Sa. 01/09/2012
Mt. Vinson Sa. 13/10/2012
Aconcagua 2011/2012 Sa. 17/11/2012

 
Sondergruppen Trekking und Expeditionen
Häufig möchte eine feste Gruppe von Bekannten und Freunden oder einer AV-Sektion gemeinsam ein Trekking oder eine Expedition durchführen - doch nicht immer sind das Know-how und die Zeit vorhanden, um ein solches Unternehmen auf die Beine zu stellen: Nehmen Sie in diesem Fall unsere Dienste und unsere Erfahrung in Anspruch! Gerne übernehmen wir die gesamte Organisation und Logistik für Ihre Sondergruppe und stellen Ihnen auf Wunsch auch einen trekking- oder expeditionserprobten Bergführer zur Seite. Wenden Sie sich im Büro von AMICAL alpin an Dominik Müller oder Nicola Roth - beide werden Sie gerne im Rahmen des Möglichen unterstützen und beraten!