Kyajo Ri Expedition - Gipfel erreicht - Herzlichen Glückwunsch!
Am 06.11. konnten 11 Teilnehmer, zwei nepalesische Hochträger sowie der AMICAL alpin Expeditionsleiter den Gipfel bei traumhaften Bedingungen erreichen.
Herzliche Gratulation an: Karin Birkner (D), Marc Burgstahler (D), Maximilian Forst (D), Jörg Landwehr (D), Doris Müller (D), Eva-Maria Ramsebner (A), Christopher Rose (D), Stefan Schelling (D), Christian Taubmann (D), Eberhard Tenbusch (D), Stefan Wagner (D), an den Expeditionsleiter Hajo Netzer (D) sowie Chuldim Sherpa Jangbu Sherpa.
Einen ausführlichen Bericht erwarten wir gegen Mitte/Ende der Woche und werden ihn an dieser Stelle veröffentlichen.
Das Team von AMICAL alpin
Kyajo Ri Expedition - Abschlussbericht 08.11.2011 aus Namche Bazar ......
.... Von Lukla, dem legendären Flughafen am Beginnn des Solo Khumbus marschierten wir über Namche nach Mende. Uns blieb die Zeit für einen Abstecher nach Thame, dem wunderschoenen Kloster zu Füßen des Pacharmo. Noch ahnten wir nicht, dass es erst einmal die einzigen sonnigen Tage bleiben sollten. Kaum waren wir am Basislager, einer flachen Jak-Weide zwischen steil aufragenden Felswänden, kämpften wir mit einem hartnäckigen Hochnebel, aus dem es beharrlich graupelte. Die schlechtesten Vorraussetzungen fuer die Nerven und die Gesundheit.
So kämpften wir alle mit Schnupfen und der Zuversicht. Trotzdem bauten wir ein Hochlager an dem See unter dem Gipfelaufbau auf. In der Höhe blinzelte auch immer wieder die Sonne durch die Wolkenbank. Das gab uns auch die Hoffnung, dass in dieser Inversionslage eigentlich stabiles Schönwetter vorhanden sein musste. Ein Anruf bei Dominik bestärkte uns in der Meinung, nur bedeudete seine Einschätzung weiteres Warten. Die gute Küche und die allgemein gute Stimmung in der Gruppe liessen auch die nächsten trüben Tage überdauern. Dann ging es endlich los. Im Hochlager konnten wir in einem Wolkenloch eine englische Gruppe beobachten. Sie mussten kurz vor dem Gipfel aufgeben.
So überdachten wir noch einmal unseren Zeitplan und quälten uns schon um ein Uhr früh aus den Schlafsäcken. Im Dunklen stolperten wir durch den Gletscher und den nachfolgenden Geröllhaufen. Endlich erreichten wir den Sattel - im Eis geht es sich viel leichter. Wir begannen, in dem bis zu 60 Grad steil werdenden Firn, Fixseile zu verlegen. Zuletzt sollten Chuldim, Jangbu und ich 750 m verlegt haben.
Wir waren ein gut eingespieltes Team. Die Kälte in der Nacht machte uns zu schaffen. So waren wir dankbar, als uns kurz vor dem Gipfel die ersten Sonnenstrahlen erreichen sollten. Um Punkt 7 Uhr standen wir auf dem Gipfel und genossen den überwältigen Rundblick.
Von der Shisha Pangma über Cho Oyu, Everest und Makalu konnten wir die verschiedensten Berge erkennen. Nach und nach erreichten alle 11 Teilnehmer den Gipfel. Nur mussten alle gleich wieder abseilen - zu klein war der Gipfel. Überglücklich sammelten wir uns im Hochlager - dieser Erfolg war nicht unbedingt so vorhersehbar.
Hajo und das Team

